Freising Endlich ist auch die Fracht da

Navis-Team versorgt in Mosambik Verletzte und bereitet Wasser auf

Nachdem ein Erkundungsteam der Hilfsorganisation "Navis" den Einsatz des Vereins in der von Zyklon Idai schwer verwüsteten Region in Mosambik vorbereitet hatte, läuft der Einsatz der Hilfskräfte dort auf Hochtouren. Das meldet der Verein in einer Presseerklärung. Das Navis-Team hat einen Standort für das Hilfscamp finden können: eine Schule mit Krankenstation. Endlich sei auch die Fracht komplett im Krisengebiet angekommen und das "Navis"-Team könne so richtig loslegen, heißt es in der Presseerklärung weiter.

Allein am Sonntagnachmittag seien bereits 63 Patienten behandelt worden. Am häufigsten sei Malaria diagnostiziert worden. Der Rosenheimer Arzt Uwe Neddermeyer und seine Helfer hätten sich aber zum Beispiel auch um Abszesse, Lungenentzündungen, Knochenbrüche und Unfallverletzungen kümmern müssen. Die Trinkwasseraufbereitungsanlagen seien aufgebaut, die Tanks desinfiziert, somit könnten die Menschen jetzt mit dringend benötigtem sauberen Trinkwasser versorgt werden.

Das Team unter der Leitung von Oliver Krebs wird noch bis Mitte der Woche in der jetzigen Besetzung arbeiten und dann von den nächsten "Navis"-Helfern abgelöst. Das derzeit eingesetzte Team wird an diesem Donnerstag frühmorgens am Flughafen München zurückerwartet. Zu den Heimkehrern gehört auch die Moosburgerin Rosi Beubl, die für die Partnerorganisation "Apotheker ohne Grenzen" in Mosambik ist.

Am Vereinssitz in Moosburg laufen auch schon die Vorbereitungen für die Entsendung eines dritten Teams. Eine besondere Herausforderung ist es laut Einsatzleiter Lars Boehlkau immer, Mediziner zu finden, die mithelfen wollen. Bei der "Navis"-Jahreshauptversammlung am Samstag habe der zuständige Fachbereichsleiter Anton Freilinger - er gehörte dem Erkundungsteam an - deshalb eindringlich an seine Kollegen appelliert, "auch mal an die Ärmsten der Armen zu denken" und sich für Einsätze zur Verfügung zu stellen. Nach einem Vorstandsbeschluss werden Einsätze der Hilfsorganisation "Navis" nur mit Ärzten ausgeführt - auch, um die medizinische Versorgung des Teams selbst zu gewährleisten.