Erding/Freising:Next Horizon im Südosten von Freising

Lesezeit: 2 min

Immobiliendienstleister CBRE vermarktet in Erding neue Büro- und Gewerbeflächen

Von Regina Bluhme, Erding/Freising

Die Stadt Erding ist auf dem Weg zu einem neuen Horizont, oder vielmehr zu: Next Horizon. So heißt das Gewerbegebiet, das der international agierende Immobiliendienstleister CBRE mit Hauptsitz in Dallas, Texas, gerade im Westen der bayerischen Kleinstadt - und damit östlich von Freising - entwickelt. Der Startschuss für die Vermarktung für insgesamt 79 000 Quadratmeter Gewerbe- und Bürofläche zwischen Dachauer und Sigwolf Straße ist kürzlich gefallen. Zur Zielgruppe gehört laut CBRE neben lokalen und überregionalen Mittelständlern der eine oder andere Globalplayer.

Die CBRE Group ist laut Selbstauskunft das weltweit größte Immobiliendienstleistungs- und Investment Unternehmen, im Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2020. Maximilian Sänger, bei CBRE als Team Leader Industrial & Logistics München tätig, ist in der Landeshauptstadt recht nah an Erding dran. CBRE übernimmt die Vermarktung im Auftrag des Investors, der VIB Vermögen AG mit Sitz in Neuburg an der Donau, mit der sie laut Sänger bereits mehrere Gewerbeprojekte erfolgreich gestemmt hat.

Insgesamt ist das Grundstück an der Dachauer und Sigwolf Straße laut einer CBRE Pressemitteilung 215 000 Quadratmeter groß. Davon sollen jetzt 79 000 Quadratmeter vermietet werden. 15 700 davon entfallen auf zwei Bürogebäude. Zudem entstehen sechs Baufelder mit Gebäudeflächen von 2100 bis 30300 Quadratmetern. Die Gewerbeflächen eignen sich für unterschiedliche Nutzungen, schreibt CBRE. Neben den Fertigungs- und Bürogebäuden werden laut CBRE 776 Stellplätze in einem Parkhaus entstehen.

Erdings Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) verweist auf die Arbeits- und Ausbildungsplätze und die dringend benötigten größeren Büroflächen. Seiner Ansicht nach hätte es im Westen Erdings allerdings schon vor drei Jahren so weit sein können, wenn nicht "Debatten zu einer eklatanten Verzögerung" geführt hätten. Lange war um die Bebauung auf dem Grundstück gerungen worden. Ursprünglich hatte die VIB Vermögen AG dort eine Halle mit einer Grundfläche von 100 000 Quadratmetern bauen wollen. Das Projekt hieß bald nur noch "Logistikhalle". Der Aufschrei in Teilen der Politik und der Bevölkerung war groß. Schließlich überarbeitete der Investor 2018 das Konzept.

Gegen sechs Stimmen fasste der Planungsausschuss des Stadtrats im Juni 2021 den Satzungsbeschluss für das Areal. Reine Logistiker dürfen sich nicht ansiedeln, Leichtindustrie dagegen ist erlaubt. Der Oberbürgermeister verweist auf die fünfstellige Zahl der täglichen Pendler. Künftig gebe es die Chance auf wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze. Gotz führt zudem die Gewerbesteuereinnahmen an, denn: "Mit der Einkommenssteuer allein schaffen wir nicht mal die Pflichtaufgaben einer Kommune."

Erding biete für Next Horizon Vorteile, unter anderem einen guten Zugang zu verschiedenen Autobahnen, die Münchner Innenstadt lasse sich in 40 Minuten, der Flughafen München in 15 Minuten erreichen, schreibt CBRE. Überhaupt sieht CBRE hier ein "neues Entwicklungsareal in der Metropolregion München". Gerade rund um die Landeshauptstadt sind laut Maximilian Sänger Flächen in Größenordnung von Next Horizon kaum mehr zu bekommen. Erste Interessenten hätten sich bereits gemeldet.

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