Echinger Gemeinderat billigt Zusammenschluss:Kooperation besiegelt

Drei Volkshochschulen im Landkreis arbeiten eng zusammen

Von Klaus Bachhuber, Eching

Die geplante große Lösung für die Volkshochschulen im Süden und Westen des Landkreises ist im Sande verlaufen. Jetzt haben Eching, Allershausen und Fahrenzhausen eine Lösung vollzogen. Die drei Bildungseinrichtungen wollen mit einem formalen Kooperationsvertrag die neuen strukturellen Anforderungen ihres Dachverbandes erfüllen. Der Echinger Gemeinderat hat den Zusammenschluss einstimmig gebilligt.

Damit werde sich zunächst mal gar nichts verändern, schilderte VHS-Leiterin Doris Fähr im Gemeinderat. Die Zusammenarbeit der drei Volkshochschulen basiere bislang "auf gelebter Kooperation", jetzt solle sie nur "formal geregelt" werden. In Fahrenzhausen ist Eching ohnehin Geburtshelfer gewesen. Dort begleitet ein ehrenamtlicher Verein die VHS, die Echinger Geschäftsstelle gestaltet das Programm und erledigt die Verwaltung.

Mit Allershausen hat sich die Nähe über eine zentrale Personalie ergeben: Die dortige VHS-Leiterin Angelika Muth war Jahrzehnte in der VHS Eching beschäftigt. Aus verbandsinternen formalen Gründen ist die VHS Allershausen der Echinger Einrichtung angegliedert, Finanz- und Leistungsdaten werden zusammengenommen gemeldet, ein gemeinsames Verwaltungsprogramm genutzt.

Mit der neuen Vorgabe des Dachverbandes zu kooperativen Strukturen wollten sich die Volkshochschulen Allershausen, Eching, Fahrenzhausen, Hallbergmoos und Neufahrn zusammentun, die seit Jahren gemeinsame Programmhefte auflegen. Neufahrn/Eching waren vor gut 50 Jahren sogar noch als gemeinsame Einheit gegründet worden, ehe sich die beiden eigenständigen Organisationen entwickelten. Warum sich das angestrebte Bündnis auf der Zielgeraden zerschlug, dazu wurde in Eching nur mit den Schultern gezuckt. Sie habe es "sehr bedauert", sagte Fähr.

Die kleine Dreier-Lösung soll sich vom Status quo aber auch weiterentwickeln. Die Kooperation soll sich über den jetzt nachträglich festgeschriebenen Stand intensivieren. "An arbeitsteilige Zusammenarbeit" sei gedacht, schilderte Fähr. Im Vertrag ist festgehalten, dass die kooperierenden Volkshochschulen "beauftragt werden, die Weiterentwicklung dieser Kooperation zu einer Verbundlösung als eine gemeinsame Einrichtung zu betreiben".

Das Bildungsprogramm soll dann für den gesamten Einzugsbereich erarbeitet und ein gemeinsames Programmheft erstellt werden, was seit dem Abbruch der Fünfer-Verhandlungen ohnehin schon realisiert ist. Eine Geschäftsordnung soll erarbeitet werden, "die die Basis des gemeinsamen Handelns abbildet". Dabei ist ausdrücklich fixiert, dass "die Zusammenarbeit möglichst unkompliziert geregelt und die lokale Verankerung dabei immer erhalten bleiben soll".

Mit diesem Dreierbund erreiche man jetzt "gerade die Mindestgröße, dass wir weiter Förderung vom Dachverband erhalten", sagte Doris Fähr. Der Zusammenschluss zu fünft wäre da noch idealer, denn "in einem größeren Verbund wären wir noch stärker". Auch der Echinger Bürgermeister Sebastian Thaler, zugleich VHS-Vorsitzender, wollte Neufahrn und Hallbergmoos "jederzeit signalisieren, dass wir weiter für einen Zusammenschluss bereit wären".

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