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Eching:Finanzieller Engpass

Gemeinde braucht für zwölf Tage Kredit über 1,5 Millionen Euro

Zur Sicherstellung ihrer Liquidität hat die Echinger Gemeindekasse einen Kredit aufnehmen müssen. Das Rathaus habe sich für zwölf Tage 1,5 Millionen Euro geborgt, berichtete Kämmerin Andrea Jensen dem Gemeinderat. Wegen der Einnahmeausfälle durch den Corona-Lockdown gilt in der Gemeinde schon lange eine Ausgabensperre. Der Kassenkredit für den momentanen Engpass "tut uns nicht weh", betonte Bürgermeister Sebastian Thaler. Man bezahle gerade zehn Euro Bearbeitungsgebühr, aber keinerlei Zins. Jeder andere Lösungsansatz für den Liquiditätsengpass wäre teurer gekommen.

Unter anderem habe die Gemeinde gerade übermäßige Ausgaben, weil man auf aktuelle Rechnungstellung zum Rathausumbau und zur Sanierung der Tiefgarage dränge, solange der Umsatzsteuersatz noch bei 16 Prozent liege. Dieser Tage werden zudem die Monatsgehälter der Beschäftigten fällig und eine Rate der Kreisumlage an den Landkreis.

© SZ vom 29.10.2020 / kbh
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