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Eching:Ankunft in der digitalen Welt

Gemeinde Eching nutzt jetzt ein Ratsinformationssystem online

Mit über einem Jahrzehnt Verspätung beginnt nun auch im Echinger Rathaus das online-Zeitalter. Vom neuen Jahr an arbeitet der Gemeinderat nicht mehr ausschließlich mit Sitzungsladungen, Beschlussempfehlungen und Sachvorträgen auf Papier, sondern mit einem Ratsinformationssystem online. Die öffentlich zugänglichen Sitzungsinformationen werden in einem offenen Bereich als Bürgerinformationssystem dann auch jedermann einsichtig werden.

Während die meisten bayerischen Kommunen, auch deutlich kleinere, derartige Systeme seit Jahren nutzen, verteilte Eching immer noch Ausdrucke der Sitzungsthemen auf Papier an Besucher und stellte jede Ladung per Post zu. Nach einer schier unendlichen Vorbereitung der Einführung dieses Standardsystems hat der Gemeinderat die Nutzung anstelle des Schriftverkehrs auf Papier nun mit 14:7 Stimmen beschlossen.

Letzter Streitpunkt war trotz monatelanger Diskussion der Modalitäten noch die Frage der Endgeräte. SPD, Grüne, Teile der FW, Bürger für Eching, Echinger Mitte und FDP wollten die jeweils individuellen Laptops, Rechner oder Tablets dafür nutzen, CSU und Teile der FW forderten, einheitliche Geräte von der Gemeinde gestellt zu bekommen. Nach dem Mehrheitsbeschluss werden nun die eigenen Geräte verwendet. Dazu erhält jeder Gemeinderat 20 Euro monatliche "Technikpauschale". Wer den Zugang über sein eigenes Gerät nicht akzeptieren will, bekommt Ladungen und Info-Material weiter per Post ins Haus.

© SZ vom 30.10.2020 / kbh

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