Bauausschusssitzung:Sorge um die Optik der Stadt

Sechsfamilienhaus trotz Kritik an der Planung gebilligt

Nicht unumstritten ist ein neues Sechsfamilienhaus an der Ecke Egilbertstraße/Breitenbergstraße, das auf einem 844 Quadratmeter großen Grundstück den dortigen Altbestand ersetzen soll. Kritik gab es im Moosburger Bauausschuss sowohl am geplanten Flachdach als auch an den vorgesehenen drei Zufahrten. Letztlich stimmte das Gremium dem Vorbescheid aber in beiden Punkten zu.

"Ich sehe das Vorhaben schon kritisch, ein Vorbescheid schafft ja praktisch Baurecht", sagte Dritter Bürgermeister Michael Stanglmaier (Grüne): "Wenn wir da anfangen, Flachdächer zu bauen, verändern wir den Charakter des Viertels." Er sehe das Vorhaben diesbezüglich "nicht so kritisch", sagte Gerd Beubl (SPD), "aber die Abweichung von der Stellplatzsatzung gefällt mir nicht - da bin ich strikt dagegen". Bauamtsleiter Herbert Held fand die geplanten drei Zufahrten an zwei verschiedenen öffentlichen Straßen "eine gute Lösung. Das hatten wir schon öfter, auch wenn der Bauherr natürlich umplanen und die Vorgaben der Satzung erfüllen könnte." Letztlich votierte der Ausschuss mit 7:4 Stimmen für den Vorbescheid und erteilte für die drei Zufahrten auch eine Befreiung von der Stellplatzsatzung (6:5).

Keine Probleme hatte das Gremium mit dem Abbruch einer Verkaufsstätte samt Lagerhallen und dem Neubau eines Vierfamilienhauses an gleicher Stelle im Ortsteil Thonstetten. Der Antrag wurde mit 11:0 Stimmen angenommen.

Dem Vorbescheid für den Neubau zweier Doppelhäuser mit acht Wohneinheiten an der Wiesenstraße stimmte das Gremium ebenfalls mit 11:0 zu. Allerdings gab es einen Kritikpunkt. "Den Parkplatz könnte man nicht so weit hinten auf dem Grundstück bauen, dann hätte man weniger Flächenversiegelung", sagte Verena Kuch (Grüne). "Dem stimme ich zu, der Parkplatz sollte weiter vorne sein", meinte auch Ludwig Kieninger (FW). "Es geht hier ja um das Baurecht für die Kubatur", sagte Bauamtsleiter Held, "aber man könnte bei der Planeingabe fordern, die Stellplätze möglichst platzsparend zu planen". Damit konnten schließlich alle leben.

© SZ vom 23.07.2021 / axka
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