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Aktion in Moosburg:Drittklässler als Energiedetektive

Die Schüler der Theresia-Gerhardinger-Grundschule haben viel über Energiesparen und Klimaschutz gelernt. Dafür gab es jetzt Urkunden.

(Foto: Marco Einfeldt)

Grundschüler lernen, im Alltag Strom zu sparen. Es gibt sogar Messgeräte für daheim

Wenn demnächst in Moosburg häufiger mal eine Mutter oder ein Vater auf die Fernbedienung drückt und nichts passiert, weil jemand den Standby-Modus des TV-Geräts ausgeschaltet hat, dann könnte das daran liegen, dass die Tochter oder der Sohn die dritte Klasse der Theresia-Gerhardinger-Grundschule besucht. Dort organisierte der Verein Landshuter Energie-Agentur (Lea) heuer erstmals eine so genannte Energiewerkstatt. Dabei lernten die Kinder die Bedeutung von Energie im Alltagsleben kennen und bekamen ein Bewusstsein und Handlungsmöglichkeiten für Klimaschutz und Energiesparen vermittelt.

Am Freitag erhielten die "kleinen Energiedetektive", wie sie Moosburgs Klimaschutzmanagerin Melanie Falkenstein nannte, zum Abschluss des Projekts Urkunden für die Teilnahme an dem Bildungsprogramm. In Moosburg wurde dieses erstmals angeboten, auch im restlichen Landkreis sei ihr bislang nichts von einem solchen Projekt bekannt, so Falkenstein.

Die Kosten für die jeweils drei, eineinhalb Stunden dauernden, Unterrichtseinheiten pro Klasse übernahm die Stadt über das Budget der Klimaschutzmanagerin. Der Verein Lea, zu dem Falkenstein den Kontakt herstellte, ist sonst in Stadt und Landkreis Landshut aktiv und trat nun erstmals im Kreis Freising in Erscheinung. Man könne sich vorstellen, das Bildungsprogramm hier auch in anderen Gemeinden anzubieten oder zumindest das Konzept an interessierte Vereine weiterzugeben, sagten Vorsitzende Marion Jost und Georg Högl, der geistige Vater der Energiewerkstatt.

Bei dieser fanden die Kinder bei Experimenten zum Beispiel heraus, welche Energiequellen es gibt und welche Geräte wie viel Strom verbrauchen. Sie bekamen auch Energiemessgeräte mit nach Hause, wo sie dann feststellen konnten, dass Geräte im Standby-Modus einen ziemlich hohen Verbrauch haben. Im Idealfall können die Kinder mit dem angeeigneten Wissen daheim jetzt als Multiplikator fungieren und ihre Eltern in Sachen Energiesparen ein bisschen erziehen. In der Energiewerkstatt jedenfalls, das wusste Schulleiterin Julian Dorfmüller zu berichten, "waren die Kinder mit Freude und vollem Engagement dabei".