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600 Spieler aus dem In- und Ausland:Moosburg wird wieder zur Dart-Hochburg

Internationale Moosburger Dart-Stadtmeisterschaft 2016

Veranstalter Klaus Kronawitter sowie Michael Lankes und Joe Tiroch vom Dartscheiben-Lieferanten Radikal (v.l.) freuen sich auf die Stadtmeisterschaft.

(Foto: privat)

In der Stadthalle wird an diesem Wochenende die dritte internationale Stadtmeisterschaft ausgetragen, das Teilnehmerfeld ist prominent besetzt - die Besten können Tickets für die Weltmeisterschaft 2017 lösen

Von Simon Bauer, Moosburg

In Moosburg fliegen von diesem Freitag an wieder die Dart-Pfeile. Zur dritten internationalen Stadtmeisterschaft werden Sportlerinnen und Sportler aus allen Bundesländern und auch aus dem Ausland anreisen. "Rund 600 Dart-Spieler aus ganz Deutschland werden antreten, hinzu kommen Spieler aus vier bis fünf Nachbarländern. Wir erwarten die wirklich guten und erfolgreichen deutschen Dart-Spieler, auch einige EM- und WM-Teilnehmer und -gewinner haben zugesagt. Es wird richtig was los sein", sagt Klaus Kronawitter, Veranstalter des internationalen Sportereignisses.

"Doch ich habe auch immerhin ein ganzes Jahr Vorbereitungen hinter mir." Im vergangenen Jahr gab es nur 432 Meldungen für die Stadtmeisterschaft, doch dieses Jahr rechnet Kronawitter mit einer vollen Halle. Die Dart-Meisterschaft wird von Freitag, 16. Dezember, bis Sonntag, 18. Dezember, in der Stadthalle ausgetragen, die Sieger der jeweiligen Disziplinen erwarten Preisgelder bis zu 4000 Euro. Zudem erhalten die Besten in den Kategorien Offenes Doppel und Mannschaftsspiel insgesamt sechs WM-Tickets, sie sind also direkt für die Teilnahme an der Dart-Weltmeisterschaft qualifiziert. Diese findet 2017 im spanischen Málaga statt.

Das Besondere an der diesjährigen Stadtmeisterschaft seien der technische Aufwand und der große Medienrummel rund um das Turnier, so Kronawitter. Der spanische Hersteller Radikal Darts stelle die E-Dart-Scheiben zur Verfügung. "Das ist ein komplett neuer Schritt für mich", sagt der Organisator. "Durch eine neuartige weltweite Vernetzung dieser Dartscheiben ist es möglich, über eine Kamera gegeneinander zu spielen und die Wettkämpfe von überall aus der ganzen Welt mitzuverfolgen." Zudem gebe es eine umfangreiche Lasershow inklusive Nebelmaschinen - damit sollen die Finalisten und Halbfinalisten vor ihren Spielen angemessen ankündigt werden. "Wie im Fernsehen", sagt Kronawitter und freut sich schon darauf. Ein weiterer Programmpunkt, der zahlreiche Schaulustige anlocken dürfte. Eine weitere Neuerung ist, dass die Abwurflinien für die Sportler von einem Laserstrahl simuliert werden. Zudem wird das Fernsehen anwesend sein und während der Turniertage Bericht erstatten. Diese Neuerungen seien auch der Grund dafür, dass die Halle am ersten Wettbewerbstag, also an diesem Freitag, von fünf Uhr in der Früh an geöffnet ist. "Die Sportler sollen die Möglichkeit bekommen, sich an die Halle und das Umfeld zu gewöhnen", erklärt der Veranstalter. Um acht Uhr beginnt die Stadtmeisterschaft offiziell mit der ersten hochklassigen Disziplin.

Auch die Zahl der Zuschauer dürfte steigen. Klaus Kronawitter rechnet mit etwa 200 Leuten, im vergangenen Jahr lockte das Turnier etwa 50 bis 100 Schaulustige in die Veranstaltungshalle. "Einige haben daraufhin sogar mitgespielt. Grundsätzlich kann jeder selbst an den Stadtmeisterschaften teilnehmen." Gleichzeitig findet in der Moosburger Stadthalle auch ein Jugendturnier für den Dart-Nachwuchs statt. Im Vorjahr zählten die Veranstalter 32 jugendliche Teilnehmer, denen der Gedanke gefiel, selbst neben den Profis zu spielen. Auch dieses Jahr gibt es wieder gestiftete Medaillen und Urkunden. "Das wird ein Mordsspaß werden", davon ist Kronawitter überzeugt.

Er selbst ist seit 14 Jahren Dartspieler. "Ich war früher erfolgreich im Motorsport aktiv und habe im Jahr 1992 bei einer Siegerehrung einen der damals ersten Dart-Automaten entdeckt", erzählt er. "Also habe ich es ausprobiert und schnell eine neue Sportart für mich gefunden." Aktuell spielt er in Nordrhein-Westfalen beim Bundesligaverein Magic-Darts Düren. Die direkte Vorbereitung auf ein solches Großevent wie die internationale Moosburger Stadtmeisterschaft bedeute für die Profis vier bis sechs Stunden Training täglich. Kronawitter selbst übt für seine wichtigen Spiele über längere Zeit etwa jeden zweiten Tag, wie er erzählt. "Es ist schließlich immer noch ein Hobby und soll Spaß machen - aber auch ich trainiere kurz vor einem Turnier gerne zusätzlich zwei Stunden am Stück."

© SZ vom 16.12.2016
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