Pläne für neue Häuser an der Hildegardstraße:Streit um Parkplätze

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Der Investor für das Gelände des einstigen Fina-Parkhauses will 50 Stellplätze erhalten, der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel deutlich weniger.

Von Julian Raff

An der Hildegardstraße, wo bis vor Kurzem das Fina-Parkhaus stand, sollen bis Anfang 2026 zwei Stadthäuser (Projektname "Hilde") mit Büros, Wohnungen und Geschäften gebaut werden. Für die Umwandlung der Umgebung zu einem verkehrsberuhigten Platz existiert derzeit nur ein grobes Konzept, das Anfang März online öffentlich erörtert, vom Stadtrat aber noch nicht konkretisiert wurde. Der "Hilde"-Investor Wöhr und Bauer bevorzugt eine Variante, bei der rund 50 oberirdische Parkplätze erhalten bleiben, darunter auch Kurzzeit-Parker für Altstadtbesucher. Der Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel fordert dagegen die Parkplätze zu streichen, mit wenigen Ausnahmen für Anwohner, mobilitätsbeschränkte Personen, oder für die Belieferung von Geschäften.

Mit 32 Plätzen würde die Streichung vor allem die Neuturmstraße betreffen, die laut einem BA-Positionspapier nördlich der Hildegardstraße bis zum Kosttor verkehrsberuhigt werden soll, eventuell auch bis zur Maximilianstraße. Damit ein echter Platz entstehen kann, soll nach BA-Wunsch die Hochbrückenstraße am Südende des Neubaus in Richtung Bräuhaus- und Marienstraße geschlossen werden, mit Ausnahmeregelung für Anlieger, Busse und Einsatzfahrzeuge.

Die Einbahnrichtung der Falkenbergstraße sähe der BA gerne von Süd nach Nord umgedreht, damit diese von einer Zu- zur Ableitung des nordöstlichen Graggenauer Viertels wird. Idealerweise sollte dieses nicht bis zum Ende des Jahrzehnts eine Baustelle bleiben.

Die Straßenbauarbeiten können aber nur synchron mit dem Neubau 2026 beendet werden, falls der Stadtrat noch in diesem Jahr die Aufstellung eines Bebauungsplans beschließt und die Finanzierung des Vorhabens sichert. Einmal mehr und unter dem Eindruck der Diskussion ums benachbarte Tal, debattierten die BA-Mitglieder leidenschaftlich über die Parkplatzfrage.

Während Bernhard Wittek (CSU) darauf hinwies, dass hier nicht nur hippe Endzwanziger leben, die kein Auto bräuchten, setzt die BA- Mehrheit auf den Gewöhnungseffekt: Diverse Baustellen und Schanigärten hätten die Zahl der Parkplätze ohnehin fast auf Null gedrückt - die Anwohner hätten sich damit arrangiert, befand Philippe Louis (Grüne).

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