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Euroindustriepark:Brand in Unterkunft für Flüchtlinge

Bilder nach den Löscharbeiten: Mindestens ein Mensch wurde verletzt.

(Foto: Catherina Hess)
  • Bei einem Feuer im Ankunftszentrum für Flüchtlinge im Münchner Norden ist ein Sicherheitsmitarbeiter leicht verletzt worden.
  • 75 Menschen, die in der Unterkunft waren, seien wohlauf, sagte eine Polizeisprecherin.
  • Die Polizei vermutet einen technischen Defekt als Brandursache.

Zwei Menschen erleiden leichte Rauchvergiftungen

In einer Flüchtlingsunterkunft im Münchner Norden ist ein Feuer ausgebrochen. Dabei erlitt ein Sicherheitsmitarbeiter eine leichte Rauchgasvergiftung, als er Flüchtlinge aus einem Container retten wollte. Über weitere Verletzte war zunächst nichts bekannt. In der Unterkunft sollen zum Zeitpunkt des Feuers 75 Menschen gewesen sein. Sie seien wohlauf, sagte Polizeisprecherin Claudia Künzel.

Die Polizei vermutet, dass ein technischer Defekt zu dem Brand führte. Ein Heizlüfter habe wohl eine Matratze in Brand gesetzt, sagte Künzel.

Auf dem Gelände an der Maria-Probst-Straße 14 im Euroindustriepark brannten mehrere Container. "Alle 32 Wohneinheiten sind den Flammen zum Opfer gefallen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein Securitymann sagte, das Feuer sei in Zimmer vier ausgebrochen.

Unterkunft ist Erststation Neuankommender

Die Unterkunft ist die erste Station für Flüchtlinge in München und eigentlich nur als kurze Durchlaufstation gedacht, in der eine Schnellregistrierung stattfindet und die Angekommenen medizinisch untersucht werden.

Rund um die Uhr kommen dort Flüchtlinge an, derzeit sind es zwischen 100 und 300 Menschen am Tag. Sie bleiben zwischen acht und 16 Stunden.

Neben einem zentralen Bau mit Aufenthaltsräumen gibt es auf einem freien Platz eine Anlage mit mehreren Containern, in denen auch Flüchtlinge übernachten können. Sie sollen dort in der Regel maximal eine Nacht bleiben, wenn sie abends sehr spät ankommen und nicht mehr weitergeschickt werden können, weil sie etwa anderen Städten zugewiesen werden oder die medizinische Notwendigkeit besteht. Das Zentrum ist keine Dauerunterkunft.

Über dem Ankunftszentrum stiegen Rauchwolken auf, die im weiteren Umkreis sichtbar waren. Eineinhalb Stunden nach der Meldung war der Brand gelöscht. Insgesamt waren 60 Feuerwehrleute im Einsatz, zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr und zwei der freiwilligen Feuerwehr.

32 Wohneinheiten brannten aus.

(Foto: Catherina Hess)
© SZ.de/ebri/wim/inra/odg/mkro
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