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St. Wolfgang:Tanz und Zirkus statt Fasching

Der TSV Sankt Wolfgang stemmt ein Großprojekt: "Dance Meets Circus" mit 150 Akteuren

In Sankt Wolfgang gehört der Fasching zum Sportverein. In diesem Jahr aber wartet der TSV mit einem weitaus größeren Projekt auf: "Dance Meets Circus" lautet das Vorhaben, für das die Goldachhalle für zwei Tage in ein Zirkus-Ambiente verwandelt wird. "Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, wie der nächste Fasching bei uns aussehen soll. Und wir wollten mal etwas ganz Neues ausprobieren", sagt Theresa Herzog, die als Organisationsleiterin das Projekt umgesetzt hat. "Irgendwie ist es zu Fasching zwar schön, aber auch doch oft das Gleiche. Davon wollten wir wegkommen und sind so auf das Thema Zirkus gestoßen." An den beiden Abenden vom Samstag und Sonntag, 4. und 5. Januar, wechseln sich von 20 bis 23 Uhr Tanzvorführungen mit Zirkusvorstellungen ab. Insgesamt 150 Menschen wirken daran mit. Herzog, die selbst leidenschaftlich in der Sankt Wolfganger Gruppe "Modern Art" tanzt, freut sich darüber, ganz verschiedene Tänzer für die Show gewonnen zu haben.

"Das sind unglaublich gute Showtanzgruppen, die sogar von Augsburg oder Dingolfing anreisen", sagt sie. Wichtig war ihr bei der Auswahl die Mischung von Tanzstil und Herkunftsort. So sind die Einradkünstler vom TSV Dorfen dabei, aber auch die Crazy Mams von der Ballettschule Anni Staab aus Sankt Wolfgang und die Magic Dancers aus Grüntegernbach. Und tatsächlich ist, was die Tanzrichtungen anbelangt, von Ballett über Showtanz bis hin zu Poledance alles vertreten. Unterbrochen werden die tänzerischen Vorführungen von Zauberkünstlern, Jongleuren, Turnern und Clowns. Die Moderation des Abends übernimmt Christian Manhart aus Dorfen, der zum Sankt Wolfganger Prinzenpaar aus der vergangenen Saison gehört.

Bleiben werden die Künstler jedoch nicht lange in Sankt Wolfgang. Wer an beiden Tagen auftritt, reist in Eigenregie zwei Mal an. Übernachtungen sind nicht geplant. Als Umzugsort dienen die Umkleidekabinen der umfunktionierten Sporthalle. Trotz der vielen Wechsel soll der Abend jedoch ohne Unterbrechungen auskommen. Aus diesem Grund sind Zirkusmanege und Tanzbühne von einander getrennt. Die Kulisse für den Tanz kann somit hinter dem Vorhang geschaffen werden, während vielleicht ein Clown Späße macht. Die technische Unterstützung leistet ein Team von "Der Heuschneider".

Karten gibt es für 18 und 21 Euro an der Abendkasse. Allerdings seien Dreiviertel der Karten auch schon weg, sagt Herzog. So sollte man "eher nicht kurz vor knapp kommen", rät sie.

© SZ vom 04.01.2020
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