bedeckt München 13°

Moosburg:Neues Tuning für den Einkaufsgutschein

Moosburg Card 2.0

Für die neue Moosburg Card ist die Anschaffung eines extra Kartenlesegerätes, um Beträge abbuchen zu können, nicht notwendig.

(Foto: privat)

Die Moosburg Card bekommt eine frische Optik und wird dann auch mit beliebigen Beiträgen aufladbar sein

Von Alexander Kappen, Moosburg

Die Moosburg Card bekommt ein neues Tuning. Zwar werde der lokale Einkaufsgutschein auch in seiner bisherigen Form sehr gut angenommen, versichert Ann-Kathrin Maier, Projektleiterin bei der verantwortlichen Moosburger Marketing-Genossenschaft (MeG). Aber es gibt natürlich immer noch Luft nach oben. So wird die Moosburg Card 2.0, die künftig in einer grünen statt der bislang grauen Optik erscheinen wird, mit beliebigen Beträgen auf- und entladbar sein. Das alte Modell war lediglich eine Plastikkarte im Wert von zehn Euro, die man nur in einem Stück aufbrauchen konnte.

Wann die neue Moosburg Card genau in den Handel kommt, steht noch nicht fest. Geplant sei Ende Oktober oder Anfang November, so Ann-Kathrin Maier. Vergangenen Freitag stellte man die neue Karte zunächst mal den Moosburger Geschäftsleuten bei einem Infoabend in der Stadthalle vor. Rund 25 mögen es gewesen sein, die sich den Vortrag anhörten, schätzt Maier. Nun gelte es, noch mehr Gewerbetreibende ins Boot zu holen. Für die alte Moosburg Card gibt es derzeit 60 so genannten "Akzeptanzstellen", gemischt durch sämtliche Branchen, vom Dienstleister über die Gastronomie bis zum Einzelhandel. Ein Wert, den man auch für das Modell 2.0 anstrebe, sagt die MeG-Projektleiterin.

Ein gutes Argument, auch bei der neuen Moosburg Card als Akzeptanzstelle mitzumachen, ist für Gewerbetreibende sicherlich, dass sie nicht in neue Hardware investieren müssen. So ist etwa keine Anschaffung eines extra Kartenlesegerätes notwendig, um Beträge abbuchen zu können. Das neue System, das von der Düsseldorfer Stadtguthaben GmbH kommt und von deren Geschäftsführer Patrick Koch am Freitag den Moosburger Händlern vorgestellt wurde, funktioniert über einen QR-Code beziehungsweise eine Kennnummer auf der Karte. Die Gewerbetreibenden "brauchen also nur einen Internetanschluss und ein Handy oder Tablet, mit dem sie den Code scannen können", so Maier. Ein gewöhnlicher PC tut es aber auch, hier kann man die zwölfstellige Kennnummer ins System eingeben und somit den entsprechenden Betrag von der Karte abbuchen. Auch krumme und kleine Beträge seien fortan kein Problem mehr, sagt Ann-Kathrin Maier: "Man kann also auch mal einen Kaffee für 2,50 Euro mit der Karte bezahlen, ohne dass wie bisher der Rest verfällt." Arbeitgeber könnten ihren Mitarbeitern übrigens auch die steuerfreien 44 Euro Sachbezug pro Monat künftig in Form einer Moosburg Card zukommen lassen, sagt Maier.

Auch die Abrechnung läuft für die teilnehmen Moosburger Geschäftsleute wesentlich komfortabler als das bisher der Fall ist. "Der Händler bekommt ganz automatisch am Ende des Monats eine Abrechnung", erklärt Maier. Bisher mussten die Teilnehmer mit den bei ihnen eingelösten Moosburg Cards in der MeG-Geschäftsstelle aufkreuzen und sie dort abgeben. Anschließend wurde ihnen das Geld überwiesen. Als Bearbeitungsgebühren fallen für MeG-Mitglieder künftig 2,5 Prozent des mit der Karte erzielten Umsatzes an, für Nicht-Mitglieder fünf Prozent. Die Moosburger Marketing-Genossenschaft wiederum zahlt Gebühren an die Stadtguthaben GmbH.

© SZ vom 13.10.2020

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite