Hallbergmoos:Neue Bewohner im Energieplus-Haus

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Hallbergmoos: Der Endbericht zum wegweisenden Energieplus-Haus in Hallbergmoos steht noch aus. Der Gemeinderat wartet gespannt darauf.

Der Endbericht zum wegweisenden Energieplus-Haus in Hallbergmoos steht noch aus. Der Gemeinderat wartet gespannt darauf.

(Foto: Marco Einfeldt)

Bauunternehmen aus Thüringen eröffnet im Oktober eine Niederlassung im zukunftsweisenden Gebäude

An den Gerüchten, das Energieplus-Haus an der Maximilianstraße würde nach der nun abgeschlossenen Testphase wieder abgerissen, ist definitiv nichts dran. Vielmehr wird aus dem modernen Hauswürfel die neue Niederlassung des Bauunternehmens Krieger und Schramm Wohnbau. Wie Stefanie Jonka, Mitarbeiterin bei Krieger und Schramm, auf Nachfrage der Freisinger SZ erklärte, wird die Niederlassung im kommenden Oktober eröffnet.

Bei dem Effizienzhaus Plus, wie der Würfel offiziell heißt, handelt es sich um ein Forschungsprojekt, das das Wohnbauunternehmen gemeinsam mit der Technischen Universität durchgeführt hat. Nach der Probephase ist klar: Es funktioniert. Mit seiner Fotovoltaikanlage auf dem Dach produziert das Haus 70 Prozent seiner benötigten Energie selbst. Wenn gerade wenig Strom gebraucht wird, speichert es diesen selbständig in einer Lithium-Ionen-Batterie und in einem Wasserspeicher, der dann für die Heizung verwendet wird. Einen Endbericht, so Jonka, gebe es zwar noch nicht, doch sei die Testphase sehr positiv verlaufen.

Nach Fertigstellung des Effizienzhauses hat ein TU-Professor in dem Gebäude gewohnt - auch er war dem Vernehmen nach recht angetan. Der Wohnkubus ist zweistöckig, hat wegen der Fotovoltaikanlage ein Flachdach und keinen Keller. Kaufen kann man das Hausmodell noch nicht, "wir feilen noch an dem Konzept", sagte Jonka. Vor allem der Preis müsse noch günstiger werden.

Der Hallbergmooser Gemeinderat hat sich kürzlich über das Haus unterhalten, dort war man sich ebenso nicht im Klaren darüber, wie es mit dem zukunftsweisenden Forschungsprojekt weiter geht. Jedenfalls verfolgt der Gemeinderat das Projekt mit Interesse und wird sich nach Veröffentlichung des Endberichts noch einmal mit dem Thema beschäftigen. Derzeit beitreibt Krieger und Schramm drei Niederlassungen, der Hauptsitz befindet sich in Dingelstädt in Thüringen, die weiteren Standorte sind in Kassel/Lohfelden und Frankfurt am Main/Riedberg.

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