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Freising:Netzwerk für Frauen im Handwerk

Wissen vermitteln, Kompetenz zeigen und den gegenseitigen Austausch verbessern - diese Ziele verfolgt der Freisinger Arbeitskreis der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH), der sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Unter der Schirmherrschaft von Waltraud Späth fand sich vor zwei Jahrzehnten eine Gruppe von 17 Frauen zusammen und gründete den Arbeitskreis in der Domstadt. Die Idee dahinter war, Weiterbildungsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen. "Die Frauen, die durch die Liebe in Handwerksbetriebe kamen, waren oft fachfremd", erinnert sich Birgit John, Marketingberaterin des UFH-Landesverbands, an die Anfänge. Durch die Vereinsarbeit sollten die Frauen die Möglichkeit erhalten, die in den Betrieben benötigten Kompetenzen zu erlangen. In den vergangenen Jahren habe sich die Situation jedoch geändert, so John: "Heute sind die Frauen nicht mehr Mädchen für alles. Sie führen allein oder mit ihrem Partner die Betriebe."

Inzwischen besteht die Gruppe aus 53 Unternehmerinnen, die sich einmal im Monat treffen, um voneinander und miteinander zu lernen. Das Programm des Arbeitskreises besteht aus theoretischen Vorträgen und praxisorientierten Seminaren zu Internetmarketing, Mitarbeitermotivation oder Finanzen. Doch auch die Auseinandersetzung mit Themen wie Altersvorsorge kommt nicht zu kurz. Man wolle bei den Treffen vor allem die Themen aufgreifen, die speziell Frauen im Handwerk betreffen, sagt John. Die größte Stärke des Kreises sehe sie aber im lebhaften Austausch: "Es hat sich ein Netzwerk von Frauen entwickelt, die sich gegenseitig bei Fragen und Unsicherheiten mit Rat zur Seite stehen und ihre Erfahrungen miteinander teilen."

© SZ vom 26.02.2020 / fres
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