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Digitalpakt:Weiter Warten auf Wlan

Landkreis verschiebt Ausstattung bei seinen Schulen auf 2020

Vier Schulen in der Trägerschaft des Landkreises sollten heuer flächendecken mit Wlan ausgestattet werden. Daraus wird nichts. Der Ausschuss für Bauen und Energie hat einstimmig beschlossen, die Maßnahme auf das Jahr 2020 verschieben, um erhöhte Fördergelder aus dem bundesweiten "Digital Pakt Schule" abschöpfen zu können.

Ursprünglich sollten das Anne-Frank-Gymnasium, die Herzog-Tassilo-Realschule, die Realschule Taufkirchen und die Berufsschule schon heuer komplett mit Wlan ausgestattet werden. "Mitten im Planungsprozess", so Matthias Huber vom Landratsamt, habe das Bundesbildungsministerium Mitte Mai verkündet, dass es die Bundesförderung voraussichtlich ab Juni/Juli geben werde, allerdings sei "ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn förderschädigend", wie es Huber formulierte. Aufgrund der kurzen Vorlaufzeit könne die Wlan-Ausstattung aber nicht mehr in den Sommerferien durchgezogen werden. Also wird das Projekt jetzt auf 2020 verschoben und dafür werden die Fördergelder des "Digital Pakts Schule" beantragt. Das Warten könnte sich lohnen. Die Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich auf rund 973 000 Euro, die Bundesförderung beträgt rund 659 000 Euro. Für die Schulen soll eine "zufriedenstellende Übergangslösung" fürs kommende Schuljahr gefunden werden, so Huber. Jede der vier Schulen soll die Möglichkeit haben, mehrere Tablet-Klassen zu unterrichten, indem zumindest einzelne Räume einen Wlan-Zugang erhalten.