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Boxtraining mit Charles Schumann:Die Eleganz einer Bewegung

Eine Runde, die drei Minuten dauert, ist eine lange Zeit. Zeit genug, viel falsch zu machen. Auf dem falschen Bein stehen, falsch atmen, falsch denken - was so viel heißt wie: überhaupt denken! Es verfolgte uns bis in den Schlaf.

Schumann's

Zu Besuch bei einer alten Legende

Boxen ist kein Mannschaftssport. Die Fehler, die man macht, macht man allein. Und man bekommt eins auf die Nase dafür. Und schon sieht man den Schlag danach nicht rechtzeitig. Und um zu klammern, steht der Kerl zu weit weg. Was anfangen mit den alten Boxerweisheiten, die so schön klingen, aber schwer zu beherzigen sind? "Was immer der andere Mann machen will, lass es ihn nicht machen." Nein, lass es ihn nicht machen! Lass es ihn die nächsten drei Minuten nicht wieder machen.

Was ist das für eine Deckung, schreit mich einer an. Redet der Kerl, der mich gerade zweimal getroffen hat, auch noch? Oder war es die eigene Stimme? Es geht drunter und drüber. Was für eine Arbeit, sich zu wehren - eine Arbeit im übrigen, mit der man ein Leben lang auch außerhalb der Ringseile nie ganz fertig wird.

Der Spaß am Boxen war, elegant zu sein. Das war es, was uns vorschwebte. Die Eleganz einer Bewegung, einer Körpertäuschung, eines nur angedeuteten Schlags - oder die schnelle Reaktion, einem Schlag auszuweichen. Die Eleganz, die nur durch die Natürlichkeit aller Bewegungen insgesamt geboren wird! Nicht mit Kraft boxen, nicht punchen! Und nicht denken. Die Kraft entdecken, die der Intelligenz des Körpers innewohnt! Tun, was der Körper besser weiß als du. Mit einem Wort: wir wollten, was wir da taten, in etwas Geistiges verwandeln.

Auch mit bandagierten Fäusten und Kopfschutz und geschnürten Handschuhen blieb das Boxen für uns eine romantische Idee.

Cocktailringe bei Schumann's

Ringe um Aufmerksamkeit

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