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Vaterstetten:Guter Rutsch

Die einzige Erhebung auf dem Grundstück des künftigen Bürgerparks ist bisher diese Skulptur von Ingo Glass - nun ist ein Schlittenberg beantragt.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Gemeinderat debattiert über Schlittenberg

Dieser Winter scheint sich dem Ende zuzuneigen, doch in der Großgemeinde denkt man schon an den nächsten. Auf der Gemeinderatssitzung an diesem Donnerstag geht es nämlich unter anderem um die Errichtung eines Schlittenberges. Beantragt hatte dies die CSU, man wolle eine familienfreundliche Gemeinde sein und bleiben, heißt es in dem Antrag.

Hintergrund ist die anstehende Umgestaltung eines Grundstücks zwischen Friedhof und Verkehrsübungsplatz, hier soll eine "Bürgerpark" getaufte Grünanlage entstehen. Bereits im Sommer einigte sich der Gemeinderat auf ein Grundkonzept: In der Mitte eine Spiel- und Sportfläche, an den Rändern könnten Fitnessgeräte für ältere und Spielgeräte für jüngere Besucher, Tischtennisplatten und auch Grillplätze entstehen - oder eben auch ein Schlittenhügel. Genauer: Ein zweiter, denn knapp 100 Meter Luftlinie entfernt befindet sich der Abenteuerspielplatz, dessen Hügel ebenfalls gerne hinabgerodelt wird. Weshalb es dort oft zu Kapazitätsproblemen komme, so die Antragsteller. Eine weitere Schlittengelegenheit würde daher sowohl der "Pflege der wohnortnahen Freizeitgestaltung" dienen, als auch der Verkehrssicherheit beim Rodeln, weil sich die Schlittenfahrer dann besser verteilten.

Um die bessere Verteilung geht es auch in einem Antrag der FDP, allerdings um die von Daten. Die Liberalen haben beantragt, das Internetangebot an der Parsdorfer Grundschule auszubauen. Derzeit gebe es dort nur einen Anschluss mit 30 Megabit pro Sekunde für die gesamte Schule, eine Aufrüstung des bestehenden Anschlusses sei nicht möglich, so die Antragsteller. "Da wir noch lange mit Distanz- beziehungsweise Wechselunterricht rechnen müssen" brauche es hier eine Verbesserung, die Parsdorfer Schule sollte auf den gleichen Stand gesetzt werden, wie die drei anderen Grundschulen in der Gemeinde. Beantragt ist daher ein Anschluss an das Satelliten-System Starlink, damit könnten für 99 Euro im Monat bis zu 150 Megabit pro Sekunde möglich sein.

Ebenfalls Verbesserungen für die Jugend, diesmal im Freizeitbereich, regt die SPD an. Sie hat einen Prüfantrag gestellt, ob in den Räumen der ehemaligen Grund- und Mittelschule an der Johann-Strauß-Straße ein selbstverwaltetes Jugendzentrum einziehen könnte. Entsprechende Pläne gibt es bereits, im Dezember hatte die Verwaltung mehrere Standorte geprüft, einer davon war auch die alte Mittelschule. Die soll zwar in einigen Jahren abgerissen werden - die Gemeinde plant an der Stelle ein neues Wohngebiet -, allerdings dürfte dies wohl erst Mitte des Jahrzehnts der Fall sein, da andere Projekte zuerst abgearbeitet werden müssen.

Langfristige Planung ist auch der Hintergrund eines weiteren Tagesordnungspunktes, der Einrichtung eines Wirtschaftsbeirates für die Gemeinde. Diesem sollen von Verwaltungsseite Bürgermeister, Kämmerer und Wirtschaftsförderer, als Vertreter des Gemeinderats der Wirtschafts- und der Finanzreferent sowie eine Person aus jeder Fraktion angehören. Außerdem sollen der Gewerbeverband, die IHK, Vertreter der größten Gewerbesteuerzahler, beziehungsweise Arbeitgeber sowie ausgewählte Selbständige vertreten sein.

Die Sitzung des Gemeinderates findet am Donnerstag, 25. Februar, um 19 Uhr in der Turnhalle der Wendelsteinschule statt.

© SZ vom 23.02.2021 / wkb
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