Schädlingsplage in Anzing:Kampf gegen den Goldafter

In Anzing werden Bäume mit einem Biozid behandelt

Der Goldafter kann nicht nur ganze Bäume kahl fressen, seine Brennhaare können auf der Haut auch zu starken allergischen Reaktionen führen. Seit einigen Jahren ist die Raupe rund um Anzing stark verbreitet, nun versuchen Gemeinde, das Straßenbauamt Rosenheim und die Autobahn GmbH sowie die Untere Naturschutzbehörde gemeinsam, die Verbreitung einzudämmen. Bereits im Herbst gab es entlang der Staatsstraße 2081 nördlich von Anzing einen umfangreichen Gehölzschnitt. Dadurch konnte ein Großteil der in den Gehölzen hängenden Raupengespinste entfernt und so der Befall reduziert werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

Von Montag, 31. Mai, an wird eine Fachfirma eine Biozidbehandlung der betroffenen Bäume ausführen. Ziel dieser weiteren Maßnahme ist es nun, die Ausbreitung der Raupen in den Ortskern zu verhindern. Die Gemeinde weist darauf hin, dass es durch die Arbeiten zu Behinderung des Verkehrs kommen kann, hierüber wird die Gemeinde unter www.anzing.de aktuell informieren.

Der Goldafter-Befall ist eine unmittelbare Folge des Klimawandels. Der Goldafter gehört zur Familie der Trägspinner. Bekannt ist er vor allem an Weißdorn und Eiche, er tritt aber auch gerne an Obstbäumen, Schlehen und Hainbuchen auf. Bedingt durch die warmen Winter stirbt die Population nicht ab und es kommt zu einer schnelleren Verbreitung. Die Brennhaare der Raupen, die sich auch in den Gespinstnestern und auf den Eigelegen finden, können auf der Haut zu stärkerem Juckreiz führen.

© SZ vom 29.05.2021 / SZ
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