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S-Bahn-Namensgebung:Ebersberg fährt nach Ebersberg

Nach einer Online-Abstimmung benennt die S-Bahn München einen Zug nach der Kreisstadt. Vaterstetten ist weit abgeschlagen.

Ebersberg kann in Zukunft für sich in Anspruch nehmen, als Kreisstadt nicht nur für die Politik eine herausragende Rolle zu spielen, sondern auch als Namensgeberin für eine S-Bahn. In einer Online-Abstimmung haben die Bürger mehrheitlich dafür gestimmt, dass ein neuer Zug der S-Bahn München nach Ebersberg benannt werden soll. Grafing, Eglharting, Kirchseeon und Zorneding folgen auf den weiteren Plätzen.

An der Abstimmung, die bis Anfang Juli lief, konnten sich alle Einwohner der Gemeinden im Landkreis entlang der S 4, also auch Grafing, Kirchseeon, Eglharting, Zorneding, Baldham und Vaterstetten, beteiligen. Gezählt hat letztlich nicht die absolute Anzahl der Stimmen, sondern das Verhältnis der abgegebenen Stimmen zur Einwohnerzahl. Von den rund 11 500 Ebersbergern beteiligten sich 332 am Voting, Grafing erhielt 265 seiner etwa 13 000 Einwohner. Besonders mau war die Beteiligung hingegen in Baldham und Vaterstetten, die die letzten Plätze belegten: Hier gaben lediglich 0,38 beziehungsweise 0,36 Prozent der Einwohner ihre Stimme ab.

Ob das Landrat Robert Niedergesäß (CSU), der selbst in der Gemeinde Vaterstetten wohnt, gefallen haben dürfte? Er war es, der bei der Zugtaufe am Sonntag den Namen öffentlich machen durfte. Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) dürfte die Stimmung des Landrats allerdings egal gewesen sein, er freute sich über die Namenswidmung. Für die S-Bahn München ist es das zweite Mal, dass sie einen Zug nach einer Gemeinde benennt. Im Dezember 2014 war auf der S-Bahnlinie Dachau-Altomünster erstmals ein Zug getauft worden - auf den Namen "Markt Altomünster".