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S-Bahn:Aggressiv und bewaffnet

Bedrohlicher Fahrgast legt am Mittwochnachmittag in Vaterstetten die S-Bahn lahm.

Das bedrohliche Verhalten eines S-Bahn-Fahrgastes hat am Mittwoch einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Kurz vor 13 Uhr ging ein Notruf ein, dass sich in der S 4 in Richtung München ein Mann befinde, der einen verdächtigen Eindruck mache. Der Mann, den der Anrufer der Polizei relativ gut beschreiben konnte, habe nicht nur wirres Zeug gesprochen, sondern auf ihn auch einen sehr aggressiven Eindruck gemacht. Dieser Eindruck wurde noch dadurch verstärkt, dass der Unbekannte nach Angaben des Anrufers auch eine Pistole in der Hand gehalten habe.

Aufgrund dieser Mitteilung wurde die S-Bahn am Bahnhof Vaterstetten angehalten und von der Polizei kontrolliert. Der Verdächtige, ein 55-jähriger Wohnsitzloser, wurde von den Beamten schnell identifiziert und anschließend mit zur Polizeiwache Vaterstetten genommen. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes wurde der Verdächtige vom Landratsamt nach dem Unterbringungsgesetz in die Psychiatrie eingewiesen. Bei der Durchsuchung des 55-Jährigen konnten von den Beamten zwei Messer und ein Beil sichergestellt werden. Eine Schusswaffe, wie zunächst befürchtet, hatte er allerdings nicht dabei. Ob das Verhalten des Mannes für ihn auch strafrechtliche Konsequenzen haben wird, klärt die Bundespolizei mit der zuständigen Staatsanwaltschaft noch ab. Am Einsatz beteiligt waren acht Streifen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord, fünf Streifenbesatzungen des Polizeipräsidiums München und zwei Streifen der Bundespolizei.