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Ebersberger Jugendmusikwettbewerb:Toi, toi, toi!

Podium Junge Musik VHS Musikschule EBE

Im vergangenen Jahr durften die jungen Pianisten solistisch glänzen, diesmal sind sie im Duo mit einem Blechblasinstrument gefragt.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Im März 2020 findet wieder das landkreisweite "Podium Junge Musik" statt, zum 40. Mal. Anmeldeschluss für den Wettbewerb ist Anfang Februar

Ab an die Tasten, an die Mundstücke, an die Sticks! Die Vorbereitungen für das "Podium Junge Musik" im Landkreis laufen auf Hochtouren, und es wird für alle jungen Musiker höchste Zeit, Stücke auszusuchen und zu üben. Doch soll das "Podium", der Wettbewerb für Ebersberger Talente am Instrument, "kein Gegeneinander von Wunderkindern sein", das Gewinnen oder Verlieren steht hier nicht im Vordergrund. Vielmehr möchten die Veranstalter, die beiden großen Musikschulen im Landkreis, eine Plattform bieten für alle jungen Menschen, die Freude am Musizieren haben: "Begeisterung und das Kennenlernen stehen an erster Stelle!"

Bereits zum 40. Mal geht der traditionelle Ebersberger Jugendmusikwettbewerb im Auftrag des Landkreises im Jahr 2020 über die Bühne. Er findet statt am Samstag, 14. März, Anmeldeschluss ist am Montag, 3. Februar. Ausgerichtet wird das Podium Junge Musik immer abwechselnd von den beiden großen Musikschulen, im Jubiläumsjahr sind organisatorisch wieder die Vaterstettener am Zug.

Eingeladen mitzumachen sind jedoch nicht nur Schülerinnen und Schüler dieser beiden Bildungseinrichtungen, sondern auch alle Kinder und Jugendlichen, die im Landkreis bei Privatlehrern beziehungsweise an privaten Instituten Unterricht haben oder in Laienvereinen ein Instrument spielen. Auch junge Menschen, die bereits im Berufsleben stehen und in ihrer Freizeit musizieren, möchten die Veranstalter zur Teilnahme ermutigen. Das Höchstalter des Wettbewerbs liegt bei 19 Jahren. Insofern sind nun alle Musiklehrer im Landkreis wieder aufgefordert, ihre Schüler zur Teilnahme zu motivieren.

Um das Ausmaß der Veranstaltung überschaubar zu halten, werden jedes Jahr spezielle Kategorien, sprich Soloinstrumente und Ensemblekombinationen, ausgerufen. Im vergangenen Jahr durften sich die Veranstalter in Ebersberg über knapp 70 Anmeldungen freuen, doppelt so viele im Jahr zuvor, allerdings waren 2018 unter anderem die Klavierschüler eingeladen, eine freilich höchst beliebte Kategorie: Die Nachwuchspianisten machten mehr als die Hälfte der Teilnehmer aus. Insofern wird der Andrang im März 2020 wohl wieder etwas geringer sein, da die ausgerufenen Instrumente nicht allzu häufig sind. Im Jubiläumsjahr des Podiums kann man solistisch teilnehmen am Akkordeon, an der Steirischen, am Schlagzeug oder mit Percussion. Außerdem gefragt sind Kammermusikensembles aus Blechbläsern (zwei bis fünf Spieler) sowie Duos aus einem Blechblasinstrument und Klavier.

Doch was genau spielt man beim Ebersberger Podium eigentlich vor? Es dürfen mindestens zwei bis maximal vier Stücke beziehungsweise Sätze präsentiert werden. Darüber hinaus gilt für alle Kategorien nur eine einzige Vorgabe: Die Stücke sollen aus unterschiedlichen Epochen, Genres oder Stilrichtungen sein. Die maximale Vorspielzeit beträgt bis zur Altersgruppe I zehn Minuten, ab Altersgruppe III 15 Minuten. Damit die Teilnehmer sich angemessen präsentieren können, sollte der Auftritt jedoch mindestens fünf Minuten lang sein.

Erfahrene Musikpädagogen bewerten dann die Beiträge und vergeben pro Talent bis zu 25 Punkte. Im Vordergrund steht dabei ein pädagogischer und kommunikativer Ansatz: Die Jury steht den Nachwuchsmusikern nach jedem Vorspiel für ein kurzes konstruktives Feedback zur Verfügung. Auch das Zuhören bei anderen Teilnehmern ist erwünscht, denn die Schülerinnen und Schüler sollen durch das Erleben verschiedener Beiträge ihren musikalischen Blick weiten und möglichst viel vom Wettbewerb mitnehmen - nicht nur ihren eigenen Auftritt.

Neben dem Glücksgefühl eines gelungenen Auftritts gibt es selbstverständlich auch offizielle Belohnungen: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen eine Urkunde, zudem winken Sachpreise wie Notengutscheine oder CDs. Die Preisträger werden dann am Donnerstag, 26. März, um 19 Uhr bei einem festlichen Konzert im Pfarrsaal der katholischen Kirche Vaterstetten geehrt. Eine Besonderheit des Ebersberger Podiums sind überdies die Sonderpreise "Meisterunterricht" für von der Jury vorgeschlagene Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Die Gewinner dürfen zwei besondere Stunden erleben, meist bei einem Professor der Musikhochschule. Auch das soll freilich ein Anreiz zum Mitmachen sein. In diesem Sinne: toi, toi, toi!

"Podium Junge Musik" am Samstag, 14. März. von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr in der Musikschule Vaterstetten, Baldhamer Str. 39. Alle Infos und Anmeldung unter www.musikschule-vaterstetten.de.

© SZ vom 20.12.2019
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