bedeckt München 21°

Pilotprojekt:Mehr Geld für Wasserstoff

Wasserstofftankstelle

Im Landkreis Ebersberg soll es bald Wasserstofftankstellen geben.

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Neue Förderung könnte dem Landkreis zugutekommen

Der Landkreis Ebersberg will Wasserstoffregion werden, ein entsprechendes Pilotprojekt zusammen mit den Kreisen München und Landshut ist in Vorbereitung. Im Dezember gab es den Zuschlag für Fördermittel aus dem Programm "HyLand - Wasserstoffregionen in Deutschland". Wie der Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis Ebersberg, Thomas Huber (CSU), nun mitteilt, könnte der Landkreis auch auf weitere Fördermittel für die Nutzung von Wasserstoff zugreifen.

Derzeit ist geplant, Strom aus erneuerbaren Quellen für die Hydrolyse, also die Gewinnung von Wasserstoff, zu nutzen. Diese soll im Kraftwerk Uppenborn I an der Isar im Landkreis Landshut stattfinden, der Wasserstoff selbst soll vor allem für den Betrieb von Bussen und Lastwagen genutzt werden. Dazu ist bereits eine entsprechende Tankstelle in Schlacht bei Glonn geplant, auf dem Gelände des Busunternehmens Ettenhuber, das in entsprechende Fahrzeuge investieren will. An diesem Dienstag steht das Thema auf der Tagesordnung des Glonner Gemeinderates, kommende Woche beschäftigt sich der Umweltausschuss des Kreistages damit.

Huber weist nun auf ein weiteres Förderprogramm hin, vom 1. Oktober an bezuschusst der Freistaat den Bau von Wasserstofftankstellen mit bis zu 90 Prozent der Kosten. "Das ist insbesondere für den Landkreis Ebersberg interessant, der ohnehin bereits Teil einer von drei geförderten Wasserstoff-Modellregionen in ganz Deutschland ist", so Huber. "Wasserstoff ist ein Energieträger der Zukunft und wird künftig eine tragende Rolle für die Umsetzung der Energie- und Mobilitätswende spielen. Nachdem im Zuge des Zuschlags für die Wasserstoff-Modellregion zusammen mit den Landkreisen München und Landshut ohnehin bereits 20 Millionen Fördergelder in die Region fließen, lohnt es sich hier besonders, weitere Wasserstofftankstellen zu errichten", so der Abgeordnete weiter.

Ziel des Förderprogramms ist der Aufbau einer Basis-Wasserstoffinfrastruktur an öffentlichen wie nichtöffentlichen Wasserstofftankstellen für Nutzfahrzeuge, Busse wie Logistikfahrzeuge. Geplant ist, dass bis zum Jahr 2023 insgesamt etwa 100 Wasserstofftankstellen im Freistaat zur Verfügung stehen. Ebenfalls gefördert werden sollen Elektrolyse-Anlagen zur lokalen Erzeugung von grünem Wasserstoff sowie die Anschaffung oder Umrüstung von wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen, Bussen und Logistikfahrzeugen in Kombination mit betriebsinternen Tankstellen. Entsprechende Anträge können sowohl von öffentlicher Seite, also etwa einem Landkreis, gestellt werden, wie auch von Firmen, soweit sie in Bayern ihren Sitz oder eine Niederlassung haben.

© SZ vom 29.09.2020 / wkb
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB