Neujahrsempfang:Launiger Start ins neue Jahr

Neujahrsempfang Kirchseeon

Kulinarisch beginnt das neue Jahr in Kirchseeon auf jeden Fall sehr vielversprechend.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

In Kirchseeon beginnt das offizielle 2018 mit viel Humor

Von Franziska Langhammer, Kirchseeon

Bei 2000 Höhenmetern über eisige Schneewege zu rennen, einen ganzen See zu durchschwimmen oder im Lauftempo Felsen zu erklimmen, ist nicht jedermanns Sache. "Nach 15 Kilometern werden die Wadl hart, aber da beißt man sich durch bis zum Schluss", erzählt Markus Häusler. Der Hindernisläufer ist einer der 15 Kirchseeoner Bürger, die beim Neujahrsempfang von Bürgermeister Udo Ockel (CSU) ausgezeichnet wurden. "Man kommt schon an seine Grenzen", sagt Häusler, "teilweise auch drüber hinaus." Zwar hat er bei den internationalen Wettbewerben, an denen er im vergangenen Jahr teilnahm, keine Medaille einholen können; aber, so Ockel, der Sport sei so etwas Besonderes, das sei eine Ehrung wert.

Bunt gemischt und als Querschnitt der Kirchseeoner Gesellschaft präsentierte sich das Publikum des Neujahrsempfangs am Freitagabend in der ATSV Halle. Etwa 130 geladene Gäste aus Sport, Kultur und dem Vereinsleben des Marktes lauschten und lachten mit Udo Ockel, der mit Headset und gutgelaunt durch den ersten Teil des Abends moderierte. Dabei machte den Anfang eine traurige Nachricht. Ockel erinnerte an den kürzlich verstorbenen Prälat Anneser: "Er war immer ein gern gesehener Gast bei unseren Neujahrsempfängen." Am folgenden Tag sei die Beerdigung in Freising, an der einige der anwesenden Gäste teilnehmen würden - einer der Gründe, warum die heutige Feier nicht bis in die Puppen andauern würde.

Nachdem er aufgezählt hatte, was er dieses Jahr nicht ansprechen würde - die Ereignisse des vergangenen Jahres, seine Meinung zur Groko, das Thema Flüchtlinge, den Status Quo zum Bau des Kinderhauses und der Schule - wandte Ockel sich den Ehrungen zu. Neben sechs Sportlern wie der bayerischen Berglaufmeisterin Maria Hornig-Stückbauer und dem Kegler Stefan Vogt bekamen die Geschäftsführer dreier alteingesessener Gewerbebetriebe, darunter die Bäckerei Rau am Marktplatz, eine Auszeichnung überreicht. Außerdem wurden vier Bürger geehrt, die sich um das Kirchseeoner Vereinsleben verdient gemacht hatten, unter anderem der ausgeschiedene stellvertretende Kommandant der Marktfeuerwehr Christian Ortmaier.

In Thomas-Gottschalk-Manier hielt Ockel mit allen Geehrten einen kleinen Plausch auf der Bühne, ließ sie aus dem Nähkästchen plaudern und aus dem vergangenen Jahr erzählen. Er wolle nicht oberlehrerhaft wirken, so Ockel zum Schluss der Rede, eine Sache jedoch wolle er den Anwesenden für das neue Jahr mit auf den Weg geben. Er zitierte einen Zeitungsartikel, laut dem jedes achte Lebensmittel im Müll lande. "Versuchen wir uns zum Jahresbeginn vorzunehmen, sorgsam mit den Ressourcen umzugehen", so Ockel. Das Ziel, bis zum Jahr 2030 im Markt Kirchseeon keine fossilen Energien mehr zu benötigen, habe er zwar aufgegeben: "Aber wir versuchen, möglichst weit zu kommen."

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB