Neues Kinderhaus Eine Gruppe und kein Keller

Um Kosten zu sparen ändert Anzing seine Baupläne

Einzügig und ohne Keller - so soll das Kinderhaus nordwestlich der Grundschule in Anzing nun gebaut werden. Darauf einigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Bislang sahen die Pläne vor, zweizügig und mit einem Kellergeschoss zu bauen.

Vorangegangen war eine aktuelle Statistik des Landratsamts, die ein deutlich geringeres Wachstum der Gemeinde voraussagt hatte als bislang angenommen: Im vergangenen Jahr sind nur 41 Menschen nach Anzing gezogen - viel weniger als 2017, als es 149 Menschen waren. Das hat Einfluss auf die Prognosen, so dass es wohl innerhalb absehbarer Zeit keinen Bedarf für eine zweizügige Kita geben wird. Um den Gemeinderäten die Zahlen vorzustellen und das Prozedere der Hochrechnungen zu erklären, waren vom Landratsamt Sozialplanerin Hanna Kohlert und der stellvertretende Leiter des Kreisjugendamts, Florian Robida, zur Sitzung gekommen.

So eindeutig wie die Zahlen fiel die Entscheidung der Gemeinderäte nicht aus, zumindest nicht beim Thema Keller: Sieben Gemeinderäte stimmten gegen einen Keller, fünf dafür. "Ohne Keller wird ein Haufen Geld eingespart", sagte Bürgermeister Franz Finauer (UBA) auf Nachfrage der SZ. Und das sei dringend notwendig. "Jetzt haben wir das Geld einfach nicht." Finauer betonte, dass es bei dem Bauvorhaben nach wie vor die Möglichkeit gebe, einen zweiten Bauabschnitt anzugehen, sollte in der Zukunft einmal der Bedarf dafür bestehen. "Und dann können wir da immer noch überlegen, ob wir einen Keller möchten oder nicht."

Bei der Beschlussvorlage für eine einzügige Kita gab es nur eine Gegenstimme. Um welche Summe sich die Kosten für den Bau durch diese zwei Änderungen - kein Kellergeschoss und eine anstatt zwei Kita-Gruppen - reduzieren wird, und wie teuer das Kinderhaus letztlich werden wird, war noch unklar. Das soll unter anderem Thema der kommenden Gemeinderatssitzung am Dienstag, den 23. April sein.