Mitten in der Region:Lob dem Baumschatten

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Über die Hitze stöhnen? Warum nicht den natürlichsten Sonnenschutz aufsuchen, den es bei diesen Temperaturen gibt?

Kolumne von Heike A. Batzer

Es wird viel gejammert in diesen Tagen. Über die Hitze an sich und die damit verbundenen Leiden für Mensch, Natur und Planet. Die dritte Hitzewelle im Jahr haben die Hitzewellenzähler vorige Woche in ihre Statistik aufgenommen. 34 Grad zeigte das Thermometer an einigen Tagen im Landkreis, puh! Stöhn, schwitz! Ab in den Schatten! Gut dran ist, wer einfach im Haus bleiben oder im Büro sitzen kann. Schatten ergibt sich da von selbst. Warm bleibt es zwar trotzdem, aber die Sonne scheint einem wenigstens nicht aufs Haupt.

Doch wer hält sich schon gerne drinnen auf, wenn draußen Sommer ist? Sommer ist ja irgendwie auch ein Gefühl, ein Lebensgefühl. Wohl dem, der dieses unter einem großen Baum genießen kann. Eine Linde, eine Eiche oder eine Akazie vielleicht. Mit großer Krone und vielen Blättern. Denn auf die Natur ist Verlass. Wenn man sie lässt, sorgt sie vor. Mit den Vorzügen eines Baumes.

Darunter wird es nie so heiß, wie es in der prallen Sonne ist. Und auch nicht so warm wie unter einem Sonnenschirm, den zum Schutz vor zu vielen Strahlen man gerne in den Gärten aufstellt oder in der Jumboversion in Gaststätten und Biergärten. Und deswegen gilt es, ein Lob zu singen auf den Baumschatten als Wohlfühl- und Freizeitoase. Denn die Bäume verdunsten Wasser und kühlen ihre Umgebung auf diese Weise ab. Und so fühlt es sich im Baumschatten nie so hitzig an wie unter einem Sonnenschirm. Auch der Boden trocknet nicht in dem Maße aus, wie ihm das ohne schützendes Blätterdach widerfahren würde. Stattdessen ist es angenehm sommerlich warm unterm Baum, und einen Sonnenbrand fängt man sich auch nicht ein. Biegt auch noch eine ganz leichte Prise Sommerwind um die Ecke, ist das Glück perfekt.

Doch der Baum hat's schwer. Zu groß für viele Gärten, zu viele Blätter, die im Herbst zu Boden und vielleicht sogar auf Nachbars Grundstück fallen. Da gehen den großen Bäumen dann doch gerne die Fürsprecher aus. In solchen Fällen: einfach an den nächsten Sommer denken.

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