In Kirchseeon:Perchtenläufe werden abgesagt

Auch die Eröffnung des Maskeums wird wegen Corona verschoben

Sie sind inzwischen weit über ihre Heimatgemeinde und den Landkreis Ebersberg hinaus bekannt, die Perchten. Jeden Winter erfreuen die zotteligen und maskierten Gesellen die Zuschauer bei ihren traditionellen Perchtenläufen, diesen Jahreswechsel jedoch bleiben sie zuhause. Dies hat die Perschtenstiftung nun mitgeteilt, aufgrund der Corona-Situation habe man sich entschieden, die Läufe nicht stattfinden zu lassen. Auch die für November geplante Eröffnung des Perchtenmuseums, des Maskeums, wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Aufgrund der aufwendigen organisatorischen sowie Hygiene-technischen Maßnahmen, die für einen Perchtenlauf unter Corona-Bedingungen nötig seien, habe man sich entschieden, die Saison 2020/21 ausfallen zu lassen, schreiben Martina Heiler, Vorstandsvorsitzende Perschten-Stiftung Kirchseeon, Rainer Eglseder, Projektleiter des Maskeums und Wolfgang Uebelacker, Erster Vorstand des Perschtenbunds Soj. Das gelte auch für die Eröffnung des Maskeums, deren Verschiebung diene genau wie die Absage der Perchtenläufe dem Schutz der Besucher, der Perchtenläufer und des Museumspersonals. Die Beschlüsse zur Absage des Perchtenlaufes und die Verschiebung der Eröffnung des Maskeums seien sowohl bei der Vorstandschaft des Perschtenbund Soj Kirchseeon als auch des Stiftungsrates der Perschten-Stiftung Kirchseeon einstimmig erfolgt. "Die ,Perchtenfamilie' in Kirchseeon ist natürlich über die Umstände sehr enttäuscht", heißt es in der Mitteilung weiter. "Neben den zahlreichen aktiven Perchtenläufern vor allem auch das Projektteam des Maskeum, das nach langjähriger intensiver Arbeit das jetzt zum Ende Oktober 2020 fertiggestellte Maskeum nicht eröffnen kann. Gerne hätte die Perschten-Stiftung Kirchseeon die neuen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit präsentiert."

Die Beteiligten hoffen nun, dass der Perchtenlauf 2021/2022 wieder in gewohnter Weise stattfinden wird und das Maskeum je nach aktueller Lage der Pandemie vielleicht zur Jahresmitte 2021 eröffnen kann.

© SZ vom 14.10.2020 / SZ
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