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Immling/Bad Endorf:Opern-Olympiade

Internationaler Gesangswettbewerb

Der Traum von der großen Bühnenkarriere treibt viele junge Künstler an - doch nur den wenigsten gelingt es, ihn auch Realität werden zu lassen. Das Immling Festival hat sich die Förderung junger Solisten auf die Fahne geschrieben: Zahlreiche Sängerinnen und Sänger haben hier ihre ersten Schritte in der hart umkämpften Opernbranche gemacht. Erst vor Kurzem wurde etwa die russische Sopranistin Elena Stikhina, die 2015 in Immling ihr Deutschland-Debüt als Tosca gab, für ihre Interpretation der Titelpartie in Cherubinis "Médée" bei den Salzburger Festspielen von der Fachwelt gefeiert. Bei weitem kein Einzelfall der "Talentschmiede Immling", die nun bei ihrem hauseigenen Gesangswettbewerb wieder 113 hoffnungsvolle junge Künstler aus Brasilien, Georgien, Zypern, Schweden und vielen weiteren Nationen begrüßt. Sie singen um Preisgelder von bis zu 5 000 Euro.

Bei einer solchen Konkurrenz sind höchste Glücksgefühle ebenso garantiert wie herbe Enttäuschungen. Immer im Vordergrund steht jedoch fairer Sportsgeist. Und die Liebe zur klassischen Musik: Bereits in den öffentlichen Vorrunden dürfen die Besucher ebenso auf emotionale Arien von Mozart, Verdi und Co. gespannt sein wie auf Lieder aus der Romantik, die auch zum Pflichtrepertoire des Wettbewerbs gehören. Das große Finale am Sonntag, 1. März, wird schließlich die talentiertesten Solistinnen und Solisten zu einer festlichen Operngala versammeln. Das Besondere: Nicht nur die Jury, zu der neben Intendant Ludwig Baumann und der musikalischen Leiterin Cornelia von Kerssenbrock unter anderem auch renommierte Künstleragenten zählen, sondern auch das Publikum ist hier zum Voting aufgerufen.

Die erste Runde findet statt von Mittwoch, 26., bis Freitag, 28. Februar, die zweite am Samstag, 29. Februar, jeweils im Kulturhotel Endorfer Hof, Tagestickets à zehn Euro sind vor Ort erhältlich. Das Finale, die Operngala "Die Stars von morgen", geht am Sonntag, 1. März um 18 Uhr im Kultursaal am Park, Bad Endorf, über die Bühne. Tickets à 32 oder 24 Euro gibt es telefonisch unter (08055) 903 40.

© SZ vom 20.02.2020 / SZ
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