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Glonn:Stüberl für Retter

BRK-Ehrenamtliche ziehen von der Klosterschule in den Neuwirt

Für das Glonner BRK wurde eine neue Bleibe gefunden: Die Rettungstruppe, zu der auch die Wasserwacht gehört, ist aus der Klosterschule aus- und in das Lena-Christ-Stüberl im ehemaligen Neuwirt eingezogen. Allerdings muss die Gaststube noch ein wenig zum Schulungsraum umgebaut werden, bevor der Betrieb dort richtig losgehen kann. Grund für die Umsiedlung war, dass der Hort in der Klosterschule mehr Platz brauchte. Außerdem war das BRK dort auch nicht wirklich glücklich: Den Raum für interne Schulungen und Erste-Hilfe-Kurse musste man sich mit anderen Vereinen teilen, das Lager war sehr klein, ein Büro nicht vorhanden. Insofern sei die neue Unterkunft in der ehemaligen Gaststätte "schon eine Verbesserung", sagt Bereitschaftsleiterin Katharina Niedermair, denn dort habe man jetzt einen Schulungsraum für sich alleine und obendrein ein Lager im Keller.

Und doch: "Ideal wäre etwas anderes", sagt Niedermair, "ein eigenes Haus, das alles in sich vereint." Die Garagen für die Einsatzfahrzeuge samt Umkleiden nämlich sind in den Räumen des ehemaligen Bauhofs an der Wiesmühle untergebracht, alle Unterlagen bewahren die BRK-Mitglieder mangels eines Büros bei sich zu Hause auf. Schon seit dem Jahr 2012 bitten BRK und Wasserwacht die Gemeinde daher um eine umfassende, dauerhafte Lösung. "Das ist auch noch nicht vom Tisch", sagt Bürgermeister Josef Oswald (CSU), "aber leider nicht so einfach zu bewerkstelligen." Das Hauptproblem sei, dass es sich bei dem ehrenamtlichen Rettungsdienst - im Gegensatz zur Feuerwehr - nicht um eine kommunale Aufgabe handle. "Also müssen wir erst klären, wer so ein BRK-Heim wie verwirklichen könnte", so Oswald. Einen möglicher Standort gäbe es neben dem ASV-Heim, aufgrund ungünstiger Voraussetzungen müsste man dort allerdings mit Baukosten von 400 000 Euro rechnen.

Das BRK in Glonn setzt sich zusammen aus drei Gruppen: dem Jugend-BRK, der Wasserwacht und der Bereitschaft. Deren Mitglieder arbeiten ehrenamtlich als Sanitäter bei Veranstaltungen und leisten als "Helfer vor Ort" eine medizinische Erstversorgung auf ziemlich hohem Niveau. Vergangenes Jahr zählte man 148 solcher Einsätze. Das Einsatzgebiet umfasst neben Glonn vor allem die Gemeinden Egmating, Oberpframmern und Baiern. Ergänzt werden die Helfer vor Ort in Glonn durch eine Katastrophenschutzeinheit, die zum Beispiel bei größeren Unfällen mit mehreren Verletzten oder bei Hochwasser zum Einsatz kommt.

© SZ vom 13.10.2015
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