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Ergiebig und bodenschonend:Weiter für die Silphie

Silphium perfoliatum, gelb blühend, wird bis zu drei Meter hoch.

(Foto: Wikipedia)

Landkreis Ebersberg fördert Anbau einer Alternative zum Mais für Biogasanlagen

An Größe steht sie dem Mais nicht nach: Bis zu drei Meter Höhe kann die Durchwachsene Silphie erreichen. Doch für die Böden ist die Pflanze schonender, die Bienen lieben sie - und sehr viel hübscher ist sie obendrein mit ihren strahlend gelben Blüten. Deshalb will der Landkreis auch weiterhin den Anbau fördern. In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses einigten sich die Mitglieder darauf, auch in Zukunft 500 Euro pro Hektar draufzulegen. Jeder Antragsteller kann die Prämie für 0,5 bis fünf Hektar beantragen. Noch hält sich der Andrang freilich in Grenzen. Nur vier Landwirte wollen es - Stand Ende Juni - mit der Silphie versuchen. Das liege vermutlich daran, dass Unkraut schlecht bekämpft werden könne, es im ersten Jahr des Anbaus keinen Ertrag gebe, ein Fruchtwechsel schwieriger werde und auch noch zu wenig Erfahrung mit der Verwendung der Silphie in Biogasanlagen vorhanden sei, vermutete CSU-Kreisrat Martin Lechner, der selbst Landwirt ist und die Silphie auch schon angepflanzt hat. Dennoch sollen künftig mehr Landwirte von den Vorteilen der schönen Pflanze überzeugt werden. "Hinterher springt für die Bauern mehr raus, das muss man halt vermitteln", sagte etwa Bianka Poschenrieder (SPD).

Blühende Landschaften will der Kreis aber künftig auch abgesehen vom Silphien-Anbau fördern: Auch Landwirte, die Blühwiesen oder Blühflächen anlegen, können voraussichtlich bald einen kleinen Zuschuss vom Kreis beantragen. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag soll Johann Taschner, der Chef der Naturschutzbehörde, nun ausarbeiten.