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Ebersberg:Gut gemeinte Hilfe statt Schikane

Die Irritationen über eine ausgebaute Scheibe in der Eingangstür des vor zehn Tagen von Rechten überfallenen Döner-Imbisses in Ebersberg stellen sich im Nachhinein als gut gemeintes Hilfsangebot dar. Wie Norbert Neugebauer, Büroleiter von Landrat Robert Niedergesäß, mitteilt, ist er derjenige gewesen, der dem Imbiss-Betreiber die Reparatur der Tür angeboten hatte. Demnach sei er am Freitag in Abstimmung mit dem Landrat zu dem Wirt gegangen, um über Hilfsmöglichkeiten des Landkreises zu sprechen. Dabei war Neugebauer die kaputte Glasscheibe aufgefallen, die eine Gefahr besonders für Kinder darstelle. Er habe dem Wirt deshalb geraten, die Scheibe vollständig zu entfernen und durch ein Holzprovisorium zu ersetzen. Gleichzeitig, so Neugebauer, habe er einen ortsansässigen Glaser gebeten, die Scheibe schnellstmöglich zu ersetzen. Allerdings müsse Sicherheitsglas verwendet werden, weshalb die Lieferzeit für eine neue Scheibe zehn Tage beträgt. "Ich habe am Sonntagmittag anlässlich einer S-Bahn-Fahrt nach München noch einmal kurz bei dem Laden vorbeigeschaut und gesehen, dass die Tür nun eine fachmännisch eingebaute Holzverblendung hat, was ich gegenüber dem Wirt positiv bemerkte", so Neugebauer.

© SZ vom 06.10.2015 / SZ
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