bedeckt München 12°

Debatte im Gemeinderat:Vaterstetten will ins Netz

Die Großgemeinde will schnelleres Internet und könnte den entsprechenden Ausbau selbst in die Hand nehmen. Zumindest wenn der Gemeinderat an diesem Donnerstagabend seine Zustimmung gibt. Zur Abstimmung steht ein Antrag der Verwaltung, wonach die Gemeinde in Eigenleistung ein Glasfasernetz errichten will, Kostenpunkt rund 25 Millionen Euro. Allerdings geht man im Rathaus von Fördermitteln in Höhe von 80 Prozent aus, so dass Vaterstetten am Ende nur fünf Millionen aufbringen müsste. Das Netz soll dann an einen Betreiber verpachtet werden. Erste Details hat das Gremium bereits vor einem Monat nichtöffentlich beraten. Hintergrund ist, dass bereits mehrere Versuche gescheitert sind, das Netz von Telekomfirmen ertüchtigen zu lassen. Besonders die Gemeindeteile abseits der Ballungsgebiete entlang der S-Bahn waren für die Firmen nicht von Interesse.

Außerdem geht es in der Sitzung, die um 19 Uhr in der Turnhalle der Wendelsteinschule beginnt, um den Ausbau der Alpenrosen- und Dahlienstraße. Gegen den von der Verwaltung favorisierten Entwurf gibt es Einwände einiger Anwohner, da geplant ist, zugunsten eines neuen Bürgersteigs einige Parkplätze auf öffentlichem Grund wegfallen zu lassen.

Ebenfalls Thema sind die Folgen der Corona-Krise auf die Kultur, konkret die Musikschule Vaterstetten. Diese hatte sich mit einem dringenden Appell an die Gemeinde gewandt - Vaterstetten ist zusammen mit Grasbrunn, Poing und Zorneding Träger der Einrichtung - und vor existenzgefährdenden Mindereinnahmen gewarnt. Im Gemeinderat wird es deshalb darum gehen, der Musikschule einen entsprechenden Zuschuss sowie eine Risiko-Rücklage zu gewähren.

Des weiteren stehen ein Antrag der SPD zur Beschaffung von Luftfiltern zum Infektionsschutz für die gemeindlichen Schulen und der Kriterienkatalogzum nachhaltigen Klimaschutz in der Bauleitplanung auf der Agenda.

© SZ vom 19.11.2020 / wkb
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema