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DAK-Kampagne :Zeichnen statt Zechen

Alkoholeinkauf von Jugenlichen.

Viele junge Leute trinken zu viel Alkohol, eine Plakataktion der Krankenkasse DAK soll auf die Risiken und Nebenwirkungen aufmerksam machen.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Plakataktion gegen Alkoholmissbrauch startet wieder in Ebersberg

Die Krankenkasse DAK lädt alle Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis dazu ein, sich an einem Plakatwettbewerb zum Thema Alkoholmissbrauch zu beteiligen. Unter dem Motto "Kunst gegen Komasaufen - bunt statt blau" startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne zur Alkoholprävention in Ebersberg. Bereits im elften Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken.

Der Hintergrund ist, dass in den vergangenen fünf Jahren bundesweit jeweils rund 22 000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Gegenüber der ersten Erhebung der Daten im Jahr 2000 haben sich die Zahlen um 128 Prozent erhöht. Seit dem Jahr 2013 ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen zwar leicht rückläufig, Experten fordern jedoch weiterhin eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens. Unterstützt wird die Kampagne für Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Alle Schulen in der Region Ebersberg sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis zum 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen.

Verbunden mit der Kampagne ist die "Aktion Glasklar", die seit vielen Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. "Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten auch im Schulalltag diskutiert werden", sagt Michael Köberich von der DAK-Gesundheit in Ebersberg. "Bei 'bunt statt blau' werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders."

Seit der ersten Plakataktion im Jahr 2010 haben bundesweit mehr als 100 000 junge Künstlerinnen und Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus der Region Ebersberg. Die Kampagne "bunt statt blau" wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. "Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut", erklärt Köberich. "Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch."

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2020 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, und DAK-Vorstand Andreas Storm sowie dem Hamburger Soul-Sänger Emree Kavás den Bundesgewinner. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de/buntstattblau.

© SZ vom 20.02.2020 / SZ
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