Carsharing im Landkreis Eine Rechnung, die aufgeht

Natürlich bringt es Unannehmlichkeiten mit sich, ein Auto zu teilen. Aber es lohnt sich.

Kommentar von Matthias Reinelt

Jeden Freitag gehen derzeit Schüler für die Umwelt auf die Straße. Das ist eine mögliche Form, um mehr Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen. Eine andere ist es, sich sein Auto mit anderen zu teilen. Der Landkreis Ebersberg ist Vorreiter beim Carsharing, es gibt zehn Vereine und viele Möglichkeiten, auf das Angebot zurückzugreifen.

Das ist zwar sehr lobenswert, aber es reicht noch nicht. Die Mobilität, wie wir sie in Deutschland haben, können wir uns auf Dauer nicht leisten. Das weiß man nicht erst seit gestern. Aber die Beziehung der Deutschen zu ihren Autos ist häufig eine spezielle. Da liegt der Gedanke manchmal noch zu fern, sich ein Fahrzeug mit vielen anderen zu teilen. Doch das muss sich ändern.

Natürlich bringt es Unannehmlichkeiten mit sich, ein Auto zu teilen. Beim Carsharing ist der Wagen nicht mehr der eigene. Man kann nicht mehr einfach ins Auto, das vor der Tür steht, einsteigen und losfahren. Carsharing bietet aber eine gute Möglichkeit, die eigene Bequemlichkeit aufzugeben. Wer ein Auto teilt, kann einen Beitrag für die Umwelt leisten und spart sich auch noch Geld dabei. Nach Berechnungen des Bundesverbands Carsharing kann man bis zu 700 Euro durch das Autoteilen einsparen. Außerdem erspart man sich die Magenschmerzen, die man beim Blick auf die Rechnung für die teuren Reparaturkosten hat. Die Kosten für Versicherung und Benzin sind im Kilometerpreis enthalten. Im Internet kann man unkompliziert ein Auto und den Zeitraum buchen. Nur bei drei Vereinen im Landkreis muss man etwas bezahlen, und diese Gebühren sind nicht teurer als die für Spotify oder Netflix. Durch Carsharing kann man auf einem einfachen Weg etwas für die Umwelt tun. Auch die Bürger sollten noch offener werden für diese Form des Teilens. Damit hilft man nicht nur den nachfolgenden Generationen, sondern auch sich selbst.