Naturschutz:Wasserbüffel im Brucker Moos

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Naturschutz: Ein Wasserbüffel wie dieser könnte möglicherweise auch bald im Landkreis weiden.

Ein Wasserbüffel wie dieser könnte möglicherweise auch bald im Landkreis weiden.

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa)

Das Areal soll naturnah beweidet werden. Deshalb sucht die Untere Naturschutzbehörde nun nach Landwirten, die sich für das Projekt interessieren.

Heckrinder, Dexterrinder, Konikpferde oder Wasserbüffel könnten künftig Flächen im Brucker Moos im südlichen Landkreis Ebersberg beweiden, wenn es nach den Plänen der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) im Landratsamt geht. "Obwohl sich ein Großteil der Flächen im Brucker Moos im südlichen Landkreis Ebersberg in öffentlicher Hand befindet und als Grünland extensiv bewirtschaftet wird, wurde der gewünschte Artenreichtum bisher in großen Teilbereichen leider nicht erreicht", erklären die zuständigen Fachleute den Hintergrund für die geplanten Maßnahmen in dem stark entwässerten und landwirtschaftlich genutzten Moorgebiet.

Eine großflächige, extensive und naturverträgliche Beweidung der landkreiseigenen Grundstücke und der Ausgleichs- und Ökokontoflächen der Gemeinden im Brucker Moos soll die ökologische Wertigkeit des Gebietes erhöhen, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Landratsamt. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Ebersberg (LPV) ist die UNB nun auf der Suche nach Landwirten, die dieses extensive Beweidungsprojekt in enger Zusammenarbeit mit den Fachleuten in Behörde und Verband umsetzen. Der Beginn der Beweidung ist für 2023 auf zunächst etwa 22 Hektar geplant. Es ist vorgesehen, die Beweidungsfläche 2024 auf 34 Hektar und 2025 auf die gesamte Projektfläche von 54 Hektar zu erweitern.

Die Landwirte sollten eine Herde mit großen Weidetieren aufbauen, die für diesen Naturraum geeignet sind. An Schafe oder Ziegen sei nicht gedacht, heißt es aus der UNB. Die Weidetiere müssten entsprechend betreut, Zäune instandgehalten, das Weidefleisch vermarktet werden. Wer diese Aufgaben übernehmen möchte, sollte eine abgeschlossene Ausbildung beziehungsweise ein Studium im landwirtschaftlichen Bereich, Erfahrung im Umgang mit den entsprechenden Weidetieren und Interesse am Naturschutz haben. Die Pacht für die Weideflächen ist unentgeltlich. Die Weideeinrichtungen wie Zäune, Unterstände oder Tränken werden von der UNB gestellt.

Wer Interesse hat, kann sich bis zum 31. Oktober bei der UNB bewerben. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter www.lra-ebe.de/landratsamt/unsere-fachbereiche/?brucker-moos&orga=35756 und der Telefonnummer (08092) 82 36 25. Auch per E-Mail an naturschutz@lra-ebe.de kann man Kontakt zur UNB aufnehmen.

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