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Berufsförderungswerk Kirchseeon:BFW: Ausbildung im virtuellen Klassenzimmer

Das Berufsförderungswerk (BFW) München hat seinen Ausbildungsbetrieb auf Home-Office umgestellt. Zwar sind die Gebäude des Berufsförderungswerks München bis zum 19. April auf Anordnung des bayerischen Gesundheitsministeriums für Bildungsteilnehmer nicht zugänglich, die Ausbildung geht aber zu Hause weiter. Dies geschieht, wie das BFW nun in einer Pressemitteilung informiert, teils per Mail, teils per Post, manchmal per Telefon, vor allem aber online-basiert durch virtuelle Klassenräume. Eine solche Ausbildung gehe zwar langsamer als im Präsenzbetrieb, der Erfolg sei aber dennoch nicht gefährdet, wie BFW-Ausbildungsleiter Jochen Kunert versichert. "Zurzeit gehen die Uhren überall langsamer", sagt er. "Auch die IHK hat bundesweit alle Aus- und Fortbildungsprüfungen bis Ende Mai abgesagt und die Ersatztermine nach den Pfingstferien gelegt." Man sei daher zuversichtlich, die Prüfungsvorbereitungen auch unter provisorischen Bedingungen zu stemmen.

Alle für März und April vorgesehenen Reha-Vorbereitungskurse hat das BFW auf den 20. April verlegt. "Der Termin ist fix", legt sich Kunert fest. "Sollte bis dahin noch kein Präsenzbetrieb möglich sein, werden wir auch diesen Unterricht unter anderem mit Online-Lösungen umsetzen." Dies gelte natürlich auch für alle Ausbildungen, die im Sommer beginnen.

Aktiv sind weiterhin auch die "besonderen Hilfen" des Berufsförderungswerks München. Damit sind die Fachkräfte des psychologischen und medizinischen Diensts gemeint, sowie die Sozialpädagogen des Reha-Integrationsmanagements. Sie unterstützen die Teilnehmer telefonisch mit Rat und Tat. Dass das Berufsförderungswerk in Zeiten der Krise auch dem Landkreis zur Seite steht, beweist es mit einer Sachspende aus seiner Gesundheitsausbildung: 1800 Mundschutzmasken und 3600 Paar Einmalhandschuhe wurden am Freitag dem Kreiskrankenhaus Ebersberg übergeben.

© SZ vom 31.03.2020 / SZ

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