Deutsches Theater MünchenAltes Haus ganz jung

Catering, Tanzfläche, Toiletten: Das frisch sanierte Deutsche Theater zeigt nicht nur Musicals, sondern veranstaltet auch zahlreiche Faschingsbälle. Doch wie gut funktioniert Münchens größtes Ballhaus nach der Renovierung wirklich? Ein Rundgang.

Kinderkrankheiten nach der Sanierung? Da können die beiden Geschäftsführer nur lachen. Das Deutsche Theater funktioniert bislang auch in der Ballsaison. Ein Rundgang durch das renovierte Ballhaus.

Natürlich wäre es schon eine Überraschung, wenn Carmen Bayer und Werner Steer sich jetzt in ihr Theaterzelt neben der Fröttmaninger Fußballarena zurückträumen würden. Die beiden Geschäftsführer des Deutschen Theaters sind ja nach fünf qualvoll langen Jahren nun endlich wieder ins Stammhaus an der Schwanthalerstraße zurückgekommen und stecken gerade mitten in der ersten Ballsaison im neuen, rundum sanierten Haus. "Das hier ist eine ganz andere Liga", freut sich Steer, "überhaupt kein Vergleich mit Fröttmaning!"

Na also. Das Deutsche Theater ist wieder zu Hause angekommen, auch was den Fasching angeht. Praktisch alle Bälle sind ausverkauft, sagt Carmen Bayer und Werner Steer ergänzt: "Man hat richtig gemerkt, dass sich die Leute freuen, wieder hier in der Stadt zu sein." Seit zwei Wochen läuft die Ballsaison wieder an der Schwanthalerstraße, am vergangenen Freitag hatte das Deutsche Theater sogar eine Eigenveranstaltung, den "Oide Wiesn Bürgerball", den das Haus gemeinsam mit dem Festring e.V. veranstaltet, der sonst unter anderem auch den Trachtenumzug zur Wiesn organisiert. Der Saal ist voll mit Münchnern, die sich brav an das Motto: "Von der Lederhose bis zur Bürgertracht" gehalten haben. Auch CSU-Oberbürgermeisterkandidat Josef Schmid, schließlich ist er Mitglied des Trachtenvereins "Alpenrösl Allach". Und dann wollte er das Feld seinem Gegenkandidaten Dieter Reiter von der SPD wohl nicht kampflos überlassen. Dabei ist Reiter in seiner Funktion als Wirtschaftsreferent und offizieller Wiesn-Chef auch Schirmherr des Abends. Auch er unterhält sich prächtig, scheint aber in der Welt der Tracht nicht ganz so verankert zu sein wie Schmid.

Bild: Robert Haas 9. Februar 2014, 16:442014-02-09 16:44:18 © SZ vom 10.2.2014/wib