bedeckt München 15°

Wolfgang Hörl nominiert:Interessenvertreter für alle Schwabhausener

Nominierung

Wolfgang Hörl will Bürgermeister Josef Baumgartner ablösen.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Auch der Bürgerblock Arnbach nominiert Wolfgang Hörl mit großer Mehrheit als Kandidaten für die Nachfolge von Bürgermeister Josef Baumgartner

Bereits im Juni haben die Freien Wähler Schwabhausen in Kooperation mit den Freien Wählern Kreisvereinigung Dachau entschieden, den langjährigen Gemeinderat, Zweiten Bürgermeister von Schwabhausen und Vorsitzenden des Bürgerblocks Arnbach (BBA), Wolfgang Hörl, ins Rennen um das Amt des nächsten Gemeindechefs von Schwabhausen zu schicken. Der amtierende Bürgermeister der Gemeinde, Josef Baumgartner (Freie Wähler), kann aus Altersgründen kein weiteres Mal zur Wahl antreten; um seine Nachfolge bewerben sich außer Hörl auch Thomas Hack von der UBV und Florian Scherf vom Schwabhauser CSU-Ortsverband.

Jetzt wurde Wolfgang Hörl auch von seiner eigenen Gruppierung, dem Bürgerblock Arnbach (BBA), als Kandidat für die Wahl im kommenden März nominiert. 21 der insgesamt 24 Stimmberechtigten, die neben einigen Gästen zur Aufstellungsversammlung am Donnerstag ins Arnbacher Sportheim gekommen waren, stimmten für Hörl, drei weitere enthielten sich der Stimme. Geleitet wurde die Wahl, bei der es außer Hörl keinen weiteren Kandidaten gab, von dessen Gemeinderatskollegin Tanja Kreis.

Vorgeschlagen als Bürgermeisterkandidat wurde Wolfgang Hörl von Sven von Kummer, der als Mandatsträger dem Vorstand des BBA angehört. Von Kummer unterstrich, wie ernst der Arnbacher seine Aufgaben als Mitglied des Gemeinderats nehme: Er sei immer bestens vorbereitet auf alle anstehenden Themen. Genau dies erwarte er aber auch von seinen Fraktionskollegen im Rat. Vor allem aber habe Hörl durch seine bisherige politische Arbeit bewiesen, dass er sich für die gesamte Kommune, nicht nur für den eigenen Ortsteil einsetze. Dieser Aspekt seiner kommunalpolitischen Tätigkeit ist Wolfgang Hörl auch selber sehr wichtig. Er gehöre vielen Vereinen in der Gesamtgemeinde an und verstehe sich als Vertreter für alle Bürger, nicht nur als "Lobbyist" für Arnbach.

Wie bereits bei der Nominierung der Freien Wähler Schwabhausen stellte sich Wolfgang Hörl auch in Arnbach mit seiner beruflichen wie privaten Vita vor. Hörl ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Beruflich ist der 49-Jährige seit nunmehr 33 Jahren bei einem großen Bankkonzern tätig, mittlerweile als stellvertretender Abteilungsdirektor. Wichtig war dem Arnbacher immer schon sein örtliches Umfeld: Er sei "verwurzelt" in seinem Heimatort, sagt Hörl, wo er, ebenfalls schon seit 33 Jahren, der Feuerwehr angehört, und als Fußballer sowohl Mannschaftskapitän wie Mitglied im Abteilungsvorstand war.

Immer schon habe er das Ehrenamt als persönliche Verantwortung empfunden und sich entsprechend engagiert, betont Wolfgang Hörl - ein Satz, den man als Replik auf seinen CSU-Gegenkandidaten Florian Scherf, verstehen kann. Scherf hatte bei seiner Nominierung erklärt, dass man auf Seiten der CSU das Ehrenamt höher schätze als dies bei den Gemeinderatsmitgliedern "auf der anderen Seite des Sitzungssaal", mithin also bei BBA und FWS, der Fall sei. Der Satz war bei letzteren auf heftigen Widerspruch gestoßen.

Was Hörls politische Ziele angeht, so sieht er in vielen Bereichen Handlungsbedarf. Zu den großen Herausforderungen werde die Steuerung des Wachstums der Gemeinde einschließlich der Frage des sozialen Wohnungsbaus gehören, ebenso die Sicherung der Kinderbetreuung oder die Suche nach Lösungen im Individualverkehr. Einsetzen will sich Hörl auch für Umwelt und Nachhaltigkeit - Themen, die ihn auch als Hobbygärtner und Naturfreund beschäftigen. Als Basis künftiger Bürgermeisterarbeit sieht der gemeinsame Kandidat von BBA und FWS einen "Perspektivwechsel" hin zur Sichtweise des Bürgers und die Nutzung in der Kommune vorhandener Netzwerke und Kompetenzen.

Zwei starke Fürsprecher setzten sich bei der Nominierungsversammlung für Hörl ein: Seine direkte Vorgängerin im Amt des Zweiten Bürgermeisters, Edeltraud Lachner, sicherte ihm ihre Unterstützung ebenso zu wie Franz Käfig, auch er war mal Zweiter Bürgermeister. Hörls erklärte Ziele als Bürgermeister von Schwabhausen seien mit Sicherheit keine "leeren Wahlversprechungen". Käfig sagte, er sehe unter Hörls Gegenkandidaten keinen mit vergleichbarem Engagement oder entsprechenden Qualifikationen.