Wohin mit dem Christbaum?:Spende oder Tierfutter

Lesezeit: 1 min

Indersdorfer Christbaumkönigin gibt Tipps zur Baumentsorgung

Ab auf den Wertstoffhof, als Futterspende für Tiere oder Vereine unterstützen: Um seinen ausgedienten Christbaum rund um den Dreikönigstag, 6. Januar, loszuwerden, gibt es laut der bayerischen Christbaumkönigin mehrere Möglichkeiten. Den Baum einfach aus dem Fenster zu schmeißen wie einst in der Werbung eines Möbelhauses - das sollte man aber besser bleiben lassen, sagte Andrea Meier im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit einem Augenzwinkern.

Die 24-jährige Steuerfachangestellte aus Markt Indersdorf ist seit Herbst 2019 bayerische Christbaumkönigin. Am sinnvollsten findet sie in der Corona-Pandemie, den ausgedienten Weihnachtsbaum von örtlichen Vereinen gegen eine Spende abholen zu lassen. Das sei vor allem auf dem Land üblich - und in Corona-Zeiten, in denen Vereine wegen all der ausgefallenen Feste kaum Geld einnehmen, eine gute Sache, sagte sie. Viele Menschen brächten ihre Bäume auch auf den Wertstoffhof, wo sie kompostiert und in den Kreislauf der Natur zurückgelangen würden. "Das ist ökologisch natürlich sehr sinnvoll", sagte Meier. Dazu kommen spezielle Sammelstellen in Städten. Einige spendeten ihre Bäume auch als Futter an Zoos. Einige Katholiken lassen ihre Bäume übrigens bis Mariä Lichtmess am 2. Februar stehen.

Wer einen grünen Daumen hat, der schaffe auch, dass der Weihnachtsbaum bis dahin "überlebt", sagte Meier. Man müsse den Baum viel gießen und vor allem mit der Zimmertemperatur aufpassen. Bei mollig warmen 25 Grad Celsius jedenfalls sage ein Baum schnell "Servus". Auch wegen der Corona-Pandemie stehen die Weihnachtsbäume länger in den Wohnungen - weil die Menschen sie einfach früher aufstellen, sagte Meier, deren Familie einen eigenen Christbaumbetrieb hat. Homeoffice, der Verzicht auf Reisen und die Absage der Weihnachtsmärkte hätten dazu geführt, dass die Leute ihre Bäume schon am zweiten oder dritten Advent aufgestellt hätten, also viel früher als sonst. "Wenn sie schon nicht rauskommen, holen sie sich Weihnachten einfach nach Hause", sagte die Christbaumkönigin.

Die Recyclinghöfe im Landkreis sind am Freitag und Samstag, 7. und 8. Januar, zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Am Donnerstag, 6. Januar, sind sie aufgrund des Feiertags geschlossen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB