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Westumfahrung:Bergkirchen beglückt das Bündnis

Das Bündnis für Dachau freut sich über die Bergkirchener Ablehnung der Westumfahrung um Dachau. Einstimmig hatte der Gemeinderat Ende Mai diese Idee aus dem Verkehrskonzept des Landkreises abgelehnt. Die Stadtratsfraktion sieht sich dadurch in ihrer ablehnenden Haltung zu Umgehungsstraßen bestätigt. "Man könnte meinen, die Gemeinde hätte vom Bündnis-Programm abgeschrieben", schreibt Stadtrat Michael Eisenmann. Bergkirchens Bürgermeister Simon Landmann (CSU) hatte erklärt, der Nutzen stehe in keinem Verhältnis zum Aufwand. Die Entlastung für die Stadt sei gering, die Belastung der Dörfer auf dem Gemeindegebiet Bergkirchen hingegen extrem. Zudem würde die Straße durch ein Flora-Fauna-Habitat führen. Das Bündnis leitet daraus eine gleichlautende Begründung gegen den Bau einer Nord-Ost-Umfahrung ab. "Nicht nur FFH-Gebiete, EU-geförderte Biotope und ein Wasserschutzgebiet werden durchschnitten. Sogar ein höchst wertvoller Bannwald müsste weichen und die Stadt wird von wichtigen Naherholungsgebieten abgeschnitten." Diese Verkehrspolitik sei verfehlt. "Wir sollten endlich ernsthaft beginnen, die Mobilität zu verbessern und den Autoverkehr zu reduzieren!" Der Nahverkehr müsse ausgebaut und "die Planungen für die sinnlose Nord-Ost-Umgehung gestoppt werden".

© SZ vom 04.06.2019 / vgr

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