Verkehr ÜB beharrt auf Lkw-Fahrverbot

Ein Lastwagen fährt durch die Dachauer Altstadt. Die ÜB möchte das künftig verbieten.

(Foto: Toni Heigl)

Die Fraktion will die Stellungnahme eines Fachbüros einfordern

Die ÜB-Fraktion im Dachauer Stadtrat drängt weiter darauf, die Innenstadt für den Lkw-Verkehr zu sperren. Im Oktober vergangenen Jahres hatte der Vorsitzende Rainer Rösch vor dem Hintergrund der Diskussion um eine verkürzte Nordumfahrung bei der Verwaltung angefragt, welche rechtlichen Möglichkeiten die Stadt hat, um ein Lkw-Fahrverbot in der Innenstadt durchzusetzen. Nun hat die Verwaltung geantwortet, dass "die wichtigste Voraussetzung das Vorhandensein einer geeigneten Ausweichroute" sei, an der keine anderen Einwohner durch zusätzlichen Lärm oder Abgase beeinträchtigt werden würden. "Dies ist regelmäßig nur an außerörtlich verlaufenden Umgehungsstraßen der Fall", heißt es in der Antwort von Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD). Zur Klärung der Frage, ob dafür eine Nord-/Ost-Umfahrung ausreiche oder ob eine Westumfahrung nötig wäre, bräuchte die Stadt genauere Untersuchungen durch ein Fachbüro. "Hier würden insbesondere die Ziele der durch die Innenstadt fahrenden Lkws eine wichtige Rolle spielen."

Die ÜB schließt aus dem Antwortschreiben, dass es möglich wäre, die Innenstadt für den Lkw-Verkehr zu sperren. Die Überparteilichen wollen diesen Aspekt im Stadtrat weiterverfolgen. "Bei möglichen künftigen Beschlüssen zur Nord-/Ostumfahrung werden wir eine qualifizierte Stellungnahme eines Fachbüros einfordern, aus der die Umsetzbarkeit eines LKW-Durchfahrtverbots zweifelsfrei hervorgeht", so Stadtrat und Peter Gampenrieder, der für die ÜB bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr als Oberbürgermeister kandidiert. Natürlich wäre der erforderliche Lieferverkehr zu Anwohnern und Betrieben in der Dachauer Innenstadt von einer solchen Maßnahme auszunehmen. Neben einem LKW-Durchfahrtverbot setzt sich die ÜB im Falle einer sinnvollen Realisierbarkeit einer Umgehung auch für Pförtnerampeln am Stadtrand ein.