Ticket-System Stadt soll Anliegen schneller erledigen

Die ÜB fordert die Errichtung eines Beschwerde­managements

Die ÜB-Fraktion möchte, dass die Stadt Dachau schneller auf Anliegen von Einwohnern reagiert und fordert die Errichtung eines zentralen Beschwerdemanagements. "In den Bürgerversammlungen ist uns aufgefallen, dass einige Bürger auf ihre Anliegen oder Beschwerden nur unzureichende, gar keine oder verspätete Antworten seitens der Stadt Dachau erhalten haben", schreiben Fraktionschef Rainer Rösch und Oberbürgermeisterkandidat Peter Gampenrieder in ihrem Antrag. Um das zu verbessern, schwebt den beiden "eine Art Ticketsystem" vor, über das sich Bürger ohne großen Aufwand an eine zentrale Stelle in der Stadtverwaltung wenden könnten. Solche Systeme würden neben Unternehmen mit intensiven Kundenkontakt bereits einige Kommunen wie etwa die Landeshauptstadt München oder die Stadt Ingolstadt nutzen, berichten Rösch und Gampenrieder. In München sei die Nutzung der bundeseinheitlichen Behördennummer 115 mit einem Ticket-System verbunden.

Die ÜB sieht mehrere Vorteile. "Dadurch, dass unabhängig von der Form der Kontaktaufnahme idealerweise an einer zentralen Stelle ein Ticket eröffnet wird, geht nichts mehr verloren." Zudem könne durch eine zentrale Koordination bei abteilungsübergreifenden Fragen bewusst eine Stelle ausgewählt werden, die sich des Themas federführend annehme. Außerdem würde die laufende Aufzeichnung von Dauer und Status der Bearbeitung sowohl für die Verwaltung als auch für den betreffenden Bürger unkompliziert Transparenz schaffen. Hinzu komme, dass bei inhaltlich ähnlichen Anfragen über eine Stichwortsuche systematisch auf frühere Antworten zurückgegriffen werden könne, "was die Reaktionszeit erhöht und Arbeitszeit spart". Die beiden ÜB-Stadträte glauben, dass ein einheitliches Ticket-System auch für die Stadtwerke, die Stadtbau und die Volkshochschule interessant sein könnte. "Je größer der Anwenderkreis, desto wirtschaftlicher stellt sich die Investition dar."