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Thoma-Gemeinde Dachau:Das Leben nach der Romanze

Thoma-Gemeinde bringt satirisches Stück von Kishon auf die Bühne

"Willst du schon gehn? Der Tag ist ja noch fern." Wer kennt nicht diese Worte aus Shakespeares "Romeo und Julia". Doch was wäre geschehen, wenn Julia rechtzeitig erwacht wäre und die beiden 29 Jahre später noch in Verona lebten? Genau diese Geschichte erzählt Ephraim Kishon in seiner Satire "Es war die Lerche". Selbst das bekannteste Liebespaar der Weltgeschichte bleibt nicht von den täglichen Streitereien des Ehealltags verschont. Nur durch den dramatischen Tod der beiden konnte ihre Lieben ihren mystischen Charakter erhalten und zur Vollkommenheit gelangen.

"Es war die Lerche" ist das Stück, das Thoma-Gemeinde-Dachau in diesem Jahr auf die Bühne bringt. Kishon bezeichnet sein Stück, dass 1973 am Habimah National Theater in Tel Aviv uraufgeführt wurde, als heiteres Trauerspiel mit Musik in zwei Teilen. Die deutschsprachige Erstaufführung war in den Jahren 1974/1975 am Schauspielhaus in Zürich. Kishon gilt im deutschsprachigen Raum als einer der erfolgreichsten Satiriker des 20. Jahrhunderts. So begegnen einem Romeo und Julia bei Kishon als Ballettlehrer und Hausfrau wieder, die zudem mit einer 14-jährigen pubertierenden Tochter geschlagen sind, die nur Verachtung für diese übrig hat: "Was wisst den ihr zwei von Liebe!"

Premiere ist am Freitag, 27. März, um 19.30 Uhr im Stockmann-Saal im Ludwig-Thoma-Haus Dachau. Weitere Aufführungen gibt es am Sonntag, 29. März, 18 Uhr; Freitag, 3. April, 19.30 Uhr; Samstag 4. April, 19.30 Uhr; Sonntag 5. April, 18 Uhr

Die Karten kosten zwölf Euro und sind im Vorverkauf in der Buchhandlung Wittmann in Dachau, bei Bücher Beck und Boy in Markt Indersdorf oder direkt über die Thoma Gemeinde per Mail info@ludwig-thoma-gemeinde.de.

© SZ vom 29.02.2020 / SZ
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