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Stadtratsantrag:Bündnis fordert Aufklärung

Mit E-Scootern wird der Straßenraum in Dachau eng

Das Bündnis für Dachau macht sich Sorgen um den Platz auf den Straßen der Stadt, wenn demnächst auch noch E-Scooter zugelassen werden. Dabei handelt es sich um einen Tretroller mit elektrischem Antrieb. Bis zu 20 Stundenkilometer schnell können sie werden, manche Modelle schaffen nur zwölf - die Benutzer sind damit langsamer als viele Radfahrer. Nun haben es Radfahrer trotz stetiger Verbesserungen in Dachau ohnehin nicht gerade leicht. Oft fehlen die Radwege ganz oder sie sind äußerst schmal und entsprechen nicht jenen Richtlinien, welche die Radwege benutzungspflichtig machen könnten. "Das Bündnis für Dachau sieht es als dringend gegeben, Radfahrer, aber auch E-Scooter-Benutzer auf die Problematik hinzuweisen", schreibt das Bündnis in einem Stadtratsantrag.

Darin fordert das Bündnis, zu prüfen, welche Gehwege mit dem Zusatzschild für E-Scooter gekennzeichnet werden können und auf welchen Gehwegen E-Scooter untersagt werden sollten. Außerdem solle die Stadt eine Kampagne starten, um alle Verkehrsteilnehmer darüber aufzuklären, wer den Straßenraum wie nutzen darf. Radler und E-Scooter-Fahrer dürfen nämlich auch auf der Straße mit den Autos fahren.

Insgesamt sieht das Bündnis die Zulassung der neuen Fahrzeuge als Chance, auch für andere Verkehrsteilnehmer etwas zu bewegen. Also konsequent Schutzstreifen für Radfahrer anzulegen - die ja künftig vermutlich auch von E-Scooter-Fahrern genutzt werden. Außerdem solle die Stadt ein generelles Parkverbot an Schutzstreifen einführen - sofern diese nicht entlang von Parkbuchten führen. Das Bündnis bemängelt, dass Fahrradschutzstreifen immer mal wieder zum Parken genutzt werden. Halten auf dem Radweg sei erlaubt, Parken jedoch nicht. Die Verkehrsüberwachung solle deutlich mehr als bisher auf diese Verstöße achten und sie ahnden, fordert die Fraktion.

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