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Stadtplanung:Altes Haus soll Radweg weichen

Stadt lässt Gebäude an Ludwig-Thoma-Straße abreißen

Die Stadt lässt ein Einfamilienhaus an der Ludwig-Thoma-Straße 6 abreißen. Dem Vorhaben der Verwaltung stimmte nun der Hauptausschuss des Stadtrates zu. Nicht ohne vorherige Diskussion um die Zukunft dieses Grundstücks nahe der Festwiese. Liegenschaftsreferent August Haas (CSU) bat darum, bald einen Plan für die Nachnutzung vorzulegen. Seiner Ansicht nach könnte auf dem 360 Quadratmeter großen Grundstück eine Obdachlosenunterkunft "in einfacher Bauweise" errichtet werden. Das alte Gebäude kann, wie die Verwaltung darstellte, nicht mehr genutzt werden. Es kann nicht oder nur unwirtschaftlich beheizt werden und ist nur teils unterkellert, vor allem bricht die Decke herunter. Das Haus ist deshalb verschlossen.

Aus Sicht der Stadt steht das Gebäude einem durchgehenden Radweg entlang der Ludwig-Thoma-Straße im Weg. Dem widersprach Grünen-Stadtrat Thomas Kreß. Das Grundstück müsse weiterhin für den Wohnbau genutzt werden, forderte Kreß. Ihm stimmte Florian Schiller (CSU) zu. Auf der Fläche sei vielleicht nicht Platz für zehn Wohnungen, aber auch zwei bis drei Wohneinheiten würden helfen. Einstimmig erging der Beschluss, das alte Gebäude abzureißen, was die Stadt etwa 35 000 Euro kosten wird, und zu prüfen, wie das Grundstück für eine weitere Wohnbebauung genutzt werden kann. Es wird sich dann herausstellen, ob und wie stark sich Radverkehr und Hausbau in die Quere kommen.

© SZ vom 06.04.2017 / vgr

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