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Sichere Radwege:Einbahnstraßen gegen den Kollaps

CSU im Dachauer Stadtrat fordert Machbarkeitsstudie

Die CSU im Dachauer Stadtrat fordert eine verkehrsplanerische Machbarkeitsstudie für Einbahnregelungen im Stadtgebiet. Wichtige Verkehrsachsen für Radfahrer sollen dadurch sicherer werden. Auch der Fluss des motorisierten öffentlichen und privaten Verkehrs soll verbessert werden. Die Studie soll aufzeigen, welche Chancen und Nachteile sich bei Einbahnvarianten unterschiedlichen Umfangs konkret ergeben. Der Umgriff der Untersuchung, heißt es in einem Antrag an Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD), soll sich auf den Bereich innerhalb und einschließlich des Rings um die Altstadt beziehen (Mittermayerstraße, Ludwig-Thoma-Straße, Martin-Huber Straße, Frühlingstraße, Bahnhofstraße, Schillerstraße, Ludwig-Dill-Straße, Brucker-Straße, Bürgermeister-Zauner-Ring, Augsburger Straße) und auch die Altstadt selbst beinhalten.

Die Studie müsse darauf eingehen, wie sich Umweltverbundachsen darstellen lassen und wie es sich auswirkt, wenn Fahrrad und/oder Busse des öffentlichen Nahverkehrs von Einbahnregelungen ausgenommen sind. Anhand von Beispielrouten sei darzustellen, wie sich Fahrtzeiten für einzelne Verkehrsträger positiv oder negativ verändern würden. Ferner sei aufzuzeigen, ob durch geeignete Einbahnregelungen der öffentliche Nahverkehr beschleunigt werden kann.

Der Verkehrskollaps sei zu bestimmten Spitzenzeiten bereits heute Realität, so die CSU in ihrem Antrag. Der öffentliche Raum, der für die verschiedenen Verkehrsmittel zur Verfügung steht, sei heute schon zu knapp. Dachau sei keine fahrradfreundliche Stadt. An einigen Hauptverkehrsstraßen sei Fahrradfahren gefährlich. Einbahnregelungen könnten die Verkehrsströme entflechten. Es entstehe Platz für Radstreifen auf der Straße. Sollten sich Einbahnregelungen umsetzen lassen, würde das Fahrrad an Attraktivität gewinnen.

© SZ vom 06.03.2019 / SZ
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