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Schmutzwasserbeseitigung:Odelzhausen erhöht Gebühren

Kosten für Schmutzwasser- und Regenwasserbeseitigung steigen

Vom kommenden Jahr an erhöhen sich im Odelzhausener Gemeindegebiet die Gebühren für die Schmutzwasser- und Regenwasserbeseitigung. So hat es der Gemeinderat der A8-Kommune bei seinem ersten Treffen nach der Sommerpause beschlossen. Der Grund für die Erhöhung sind die umfangreichen Kanalbaumaßnahmen, die der Kommune ins Haus stehen, wie Bürgermeister Markus Trinkl (parteifrei) erläuterte. "Allein die Maßnahme in Ebertshausen kostet rund eine Million Euro." Trinkl hatte indes auch zwei positive Botschaften zu verkünden: Den ablaufenden Abrechnungszeitraum 2016 bis 2019 hat die Kommune mit einer "Überdeckung" in einer Höhe von rund 272 000 Euro abgeschlossen. Den Begriff "Überschuss" vermied der Rathauschef wohlweislich - Städte und Gemeinden sind laut dem bayerischen Kommunalabgabengesetz dazu verpflichten, mit ihren Gebühren die laufenden Kosten zu decken; Überschüsse sollen jedoch nicht erwirtschaftet werden. Das bedeutet, dass der Überdeckungsbetrag in die neue Abrechnungsperiode einfließen kann.

Die Erhöhungen halten sich laut Trinkl "in einer überschaubaren Größenordnung": Die Schmutzwassergebühr beträgt von 1. Januar 2020 an 2,27 Euro je eingeleitetem Kubikmeter - bisher waren 2,25 Euro pro Kubikmeter fällig gewesen. Die Niederschlagswassergebühr erhöht sich von bisher jährlichen 44 Cent je Quadratmeter versiegelter Fläche auf 54 Cent.

Der Bürgermeister wies daraufhin, dass der kalkulatorische Zinssatz, den das Gredinger Fachbüro, das die Gemeinde mit den Berechnungen betraut hatte, bei gerade einmal 1,5 Prozent liege. "Drei oder vier Prozent sind in Zeiten von Niedrigzinsen unseres Erachtens unangemessen", so Trinkl weiter. Drei bis vier Prozent, das war früher der übliche Satz. Seine Ratskolleginnen und Ratskollegen sahen das ebenso, sie segneten die neuen Gebühren ab. Diese werden bis zum 31. Dezember 2023 gültig sein. "Für die Zeit danach wage ich keine Prognose", schloss Trinkl und erläuterte: "Wer weiß, welche Überraschungen uns erwarten, wenn wir alte Kanalschächte öffnen." Der Bürgermeister spielte damit auf einen Fall im vergangenen Herbst an, als Straßenbauarbeiter in der Marktstraße eine verwinkelte Abwasserleitungskonstruktion entdeckt hatten, deren Beseitigung zu Verzögerungen und Mehrkosten bei den Sanierungs- und Kabelverlegungsarbeiten führte.