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Ratgeber:Hilfsmöglichkeiten bei Altersarmut

Bereits im Mai war Lena Wirthmüller von der Caritas Dachau zu Gast bei den Landkreis-Seniorenbeiräten. Sie ist die Verfasserin des vom Landkreis beauftragten Armutsberichtes und erläuterte anschaulich, dass es beim Thema "Armut im Alter" nicht genügt, nur aufs Konto oder auf die Rente zu schauen. Viele Faktoren tragen dazu bei, ob jemand ein ausreichendes Einkommen hat, vielleicht gravierende Abstriche bei seiner Lebensführung machen muss oder gar Mangel am Nötigsten hat.

Mit einem geringen monatlichen Einkommen oder einer hohen Miete kann es schnell passieren, dass Menschen in Isolation geraten, weil sie an Fahrtkosten, Eintrittsgeldern oder Restaurantbesuchen zu sparen beginnen und so weniger an ihren vertrauten Kreisen teilnehmen. Besonders die "verdeckte Armut", von der Lena Wirthmüller sprach, löste Betroffenheit aus. Viele ältere Menschen bekommen eine kleine Rente und könnten Grundsicherungsleistungen beantragen. Dennoch scheuen sich viele davor, manchmal aus Unwissenheit, manchen ist es unangenehm und wieder andere haben Angst, dass dann die Kinder zur Kasse gebeten werden.

Wenig Geld zu haben, ist keine Schande und keine Folge von Fehlverhalten. Hier wollen sich die Seniorenbeiräte engagieren und mit dazu beitragen, dass Menschen sich selbstbewusst nach Hilfen und Rechtsansprüchen erkundigen. Hierzu bietet das Landratsamt kostenlose, neutrale Beratung, Service und Hilfe an. Auch im Seniorenratgeber des Landkreises - "Älter werden im Dachauer Land" - sind viele Hilfsmöglichkeiten aufgelistet. Der Ratgeber ist kostenlos im Landratsamt und in allen Gemeinden erhältlich.

© SZ vom 03.12.2018 / SZ

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