Planungen Diskussion um Ludl-Grundstück

Karlsfeld lädt zur Bürgerwerkstatt und hofft auf viele Interessierte

Wie kann sich das Karlsfelder Zentrum sinnvoll und attraktiv weiterentwickeln? Das ist die Frage, die derzeit vor allem den Gemeinderat beschäftigt. Aber auch die Bürger sind nun aufgerufen mit zu überlegen. Ein Investor hat Pläne für das so genannte Ludl-Grundstück an der Münchner Straße vorgelegt, auf dem völlig verfallen der letzte große Hof und die Kapelle steht. Jahrzehnte lang hatte man sich immer einen so genannten Brückenschlag über die Münchner Straße hinweg gewünscht. Dies ist nun die Chance, ihn zu schaffen und vor allem das Zentrum in Karlsfeld zu stärken. Am Samstag, 20. Oktober wird eine Bürgerwerkstatt dazu in der Aula der Grundschule an der Krenmoosstraße stattfinden. Von 9 Uhr an wird man diskutieren, etwa über Fragen wie: Wie können attraktive Arbeitsplätze im Zentrum entstehen? Oder wie schaffen wir preisgünstigen Wohnraum? Und welche Versorgungseinrichtungen fehlen eigentlich noch? Zentral wird aber auch die Frage sein: Welche Aufenthaltsqualität wünschen wir uns im öffentlichen Raum?

Anfangs wird die Gemeinde umfangreich über das Planungsvorhaben und die städtebaulichen Ziele der Gemeinde informieren. Der Stadtplanungsexperte und der beauftragte Architekt werden die bisherigen Ideen und erste Entwürfe zur zukünftigen Entwicklung des Gebiets präsentieren. Das zu überplanende Areal ist immerhin 40 000 Quadratmeter groß. Dann sollen die Bürger Gelegenheit haben, dazu Stellung zu nehmen und sich mit ihren Ideen und Anregungen in den Prozess einzubringen. Wer sich vorab schon etwas informieren möchte, kann dies auf der Homepage der Gemeinde unter www.karlsfeld.de tun. Dort gibt es eine eigene Rubrik unter Bürgerservice / Ludl-Grundstück. Die Gemeinde hofft, dass sich möglichst viele an der Diskussion beteiligen und aktiv in die Ortsentwicklung eingreifen wollen. Bürgermeister Stefan Kolbe betont, dass noch nichts fertig ist. Man legt auf das Votum der Bürger wert.