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Petershausen:Polizei stoppt Zug in Petershausen

"Verdächtige Wahrnehmungen" am Regionalexpress mit 500 Reisenden

Die Bundespolizei hat am Samstagnachmittag einen Regionalexpress auf dem Weg von München nach Nürnberg am Bahnhof Petershausen gestoppt. Ungefähr 500 Reisende mussten um 14.20 Uhr aussteigen, der Zug wurde von den Beamten mit einem Diensthund untersucht. Der Grund: Am Münchner Hauptbahnhof hatten Passanten "verdächtige Wahrnehmungen" an dem schon abfahrenden Regionalexpress 4026 gemacht und die Polizei informiert. Welche das waren, wollte Polizeisprecher Wolfgang Hauner nicht sagen. Die Angst vor einem Anschlag war glücklicherweise unbegründet: "Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Reisenden", sagte Hauner.

In Petershausen, am ersten Halt des RE 4026, machten Bahnmitarbeiter Durchsagen, dass alle Reisenden mit ihrem persönlichen Gepäck den Zug verlassen sollten. Die 500 Bahnkunden mussten etwa 45 Minuten bis zur Fortsetzung ihrer Fahrt warten. Die Beamten konnten alle Gepäckstücke zuordnen. Ein zunächst herrenlos erscheinender Rucksack konnte einem nigerianischen Fahrgast, der die Durchsage nicht genau verstanden hatte, übergeben werden.

Im Einsatz war auch die Landespolizei. Die Beamten blieben, wie Hauner sagte, noch am Bahnhof, fuhren auch Streife im Ort. Denn rasch hatten sich Gerüchte verbreitet, wonach in Petershausen Verdächtige mit Kalaschnikows gesehen worden seien. Die Polizei kann die Petershausener beruhigen: An diesen Gerüchten war absolut nichts dran, wie Hauner am Sonntag erklärte. Es kam nur zu Verspätungen im Zugverkehr nach Nürnberg.