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Petershausen:Nahversorger soll bleiben

746 Menschen haben eine Liste zum Erhalt unterschrieben

Am vergangenen Donnerstag übergab die Grünen-Gemeinderätin Lydia Thiel Unterschriftenlisten mit 746 Namen im Petershausener Rathaus und in der örtlichen Zweigstelle der Sparkasse Dachau. Thiel hatte zum "Erhalt der Nahversorgung im Zentrum von Petershausen" aufgerufen, sie wurde von den Petershausener Grünen, der CSU, den Freien Demokraten, der Überparteilichen Wählervereinigung sowie dem SPD-Gemeinderat Bernhard Franke unterstützt.

"Ein voller Erfolg!", freute sich die Rätin gegenüber der Dachauer SZ. Die Aktion lief zwei Monate. Die Listen lagen in einigen Geschäften sowie der Sparkassen-Zweigstelle aus. Zudem war ein Online-Portal freigeschaltet. Anlass war die Aussiedlung der Edeka-Filiale vom Petershausener Marktplatz an den westlichen Ortsrand. Das Gebäude, das der Sparkasse Dachau gehört, steht seitdem leer. "Die hohe Beteiligung beweist, dass sich die Bevölkerung einen belebten Ortskern mit Nahversorgungsgeschäften wünscht", erklärte Thiel. Zumal die Sammlung von Unterschriften während des Lockdowns alles andere als einfach gewesen sei, so die grüne Rätin weiter. "Sehr interessant für die weiteren Entscheidungen sind die Vorschläge der Bürger und Gewerbetreibenden", schreibt Thiel in ihrem Begleitschreiben an den Sparkassen-Vorstand und Petershausens Bürgermeister Marcel Fath. Laut Thiel favorisieren die Unterschreibenden "eine kleinteiligere Lösung mit mehreren Geschäften", außerdem eine Postfiliale, ein Bistro oder Café sowie Räume für Kultur, Bildung und Jugendarbeit.

In Petershausen leben rund 6600 Menschen, zirka elf Prozent der Bevölkerung trugen sich in die Listen ein.

© SZ vom 03.03.2021 / kram
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